Trump-Anweisung zur Befreiung von UFO-Whistleblowern von Geheimhaltungsvereinbarungen
Washington (USA) – Nachdem jüngst bekannt wurde, dass US-Präsident Trump mutmaßliche UFO-Whistleblower von ihrer Geheimhaltungspflicht gegenüber US-Behörden entbunden hatte (…GreWi berichtete), wurde diese präsidiale Direktive bzw. deren Umsetzungsanweisung nun von dem US-Abgeordneten Eric Burlison erstmals im Original veröffentlicht. Das steht drin…

Quelle: US Gov. / Eric Burlison
Inhalt
„Heute veröffentliche ich vorläufige Umsetzungshinweise der Trump-Regierung zur Anweisung von Präsident Trump bezüglich der Aufhebung von Geheimhaltungsvereinbarungen (Non-Disclosure Agreements, NDAs) im Zusammenhang mit UAP. Wenn Sie Fragen zu dieser Anweisung haben oder glauben, dass sie auf Sie zutreffen könnte, ermutige ich Sie, sich an mein Büro oder an ein anderes Mitglied des Kongresses zu wenden, falls Sie Unterstützung bei der Orientierung im Verfahren benötigen“, so ein Posting des US-Abgeordneten Eric Burlison auf dem Kurznachrichtendienst „X“. Damit einhergehend veröffentlichte Burlison auch das Originalschreiben des stellvertretenden Direktors der US-Gehiemdienste (Principal Deputy Director of National Intelligence) Aaron Lukas vom 31. Juli 2026 (s. Abb), das allen US-Geheimdiensten zuging.
Das Original
Vorläufige Richtlinien zur Umsetzung der Aufhebung von Geheimhaltungsvereinbarungen (NDA)
Dieses Memorandum enthält vorläufige Richtlinien für die Übermittlung sämtlicher Informationen zu Unidentifizierten Anomalen Phänomenen (UAP) an die Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters (PURSUE) Task Force zur Überprüfung und Freigabe der Geheimhaltung.
In Übereinstimmung mit der Anweisung des Präsidenten werden das Kriegsministerium (Department of War, DoW) und die Nachrichtendienstgemeinschaft (Intelligence Community, IC) ein Verfahren einführen, um sicherzustellen, dass für derzeitige und ehemalige Regierungsbedienstete sowie Auftragnehmer, die über relevante Informationen zu UAP verfügen, frühere Geheimhaltungsvereinbarungen (Non-Disclosure Agreements, NDAs), Vereinbarungen, Eide oder sonstige Verpflichtungen aufgehoben werden, wenn sie mit autorisierten Regierungsvertretern des All-domain Anomaly Resolution Office (AARO) oder von PURSUE sprechen.
Alle Mitglieder der Nachrichtendienstgemeinschaft werden innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt dieses Memorandums gemeinsam mit dem Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste (Office of the Director of National Intelligence, ODNI) einen PURSUE-Beauftragten benennen und ihre Beschäftigten über die Anordnung des Präsidenten informieren.
Anschließend ist sicherzustellen, dass alle Beschäftigten darüber informiert sind, dass frühere oder bestehende Geheimhaltungsvereinbarungen, die eine Offenlegung gegenüber dem Präsidenten oder dessen Beauftragten – wie etwa PURSUE – untersagen, nicht länger gültig sind. Darüber hinaus ist sicherzustellen, dass jede Person, die über Kenntnisse zu UAP-bezogenen Informationen verfügt, sämtliche derartigen Informationen an das AARO oder an einen autorisierten Vertreter von PURSUE meldet.
Detaillierte Meldeverfahren werden den Einrichtungen der Nachrichtendienstgemeinschaft innerhalb der nächsten 30 Tage übermittelt.
Darüber hinaus werden das Kriegsministerium (DoW) und das ODNI den Ministerien und Behörden detaillierte Umsetzungsrichtlinien für das umfassendere Transparenzprojekt PURSUE zur Verfügung stellen.
Bedeutet also…
Die US-Regierung setzt die Anordnung von Präsident Trump um, wonach frühere Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs) Personen nicht mehr daran hindern dürfen, mit Regierungsvertretern über ihr Wissen zu Unidentifizierten Anomalen Phänomenen (UAP) zu sprechen.
Konkret heißt das zunächst:
- Alle Behörden der US-Nachrichtendienste müssen innerhalb von 30 Tagen einen Ansprechpartner für das neue präsidialen Programm zur Veröffentlichung von US-UFO/UAP-Akten (PURSUE) benennen.
- Gleichzeitig müssen sie ihre Mitarbeiter darüber informieren, dass frühere oder noch bestehende Geheimhaltungsvereinbarungen, Eide oder andere Verschwiegenheitsverpflichtungen keine Gültigkeit mehr haben, soweit sie Aussagen gegenüber dem Präsidenten, dem UAP-Büro AARO oder autorisierten Vertretern von PURSUE verhindern würden.
- Das gilt sowohl für aktuelle als auch ehemalige Regierungsmitarbeiter und Auftragnehmer, sofern sie über relevante UAP-Informationen verfügen.
- Wer entsprechendes Wissen besitzt, soll dieses künftig AARO oder einem autorisierten PURSUE-Vertreter melden.
- Innerhalb der nächsten 30 Tage sollen außerdem detaillierte Anweisungen veröffentlicht werden, wie diese Meldungen erfolgen sollen und wie das umfassendere Transparenzprojekt PURSUE umgesetzt wird.
Besagtes Memorandum ist also die erste praktische Anweisung zur Umsetzung von Trumps Erlass. Es soll sicherstellen, dass niemand sich wegen einer früheren Geheimhaltungsvereinbarung daran gehindert fühlt, UAP-Informationen gegenüber den von der Regierung benannten Stellen offenzulegen. Weitere konkrete Verfahrensregeln sollen in den kommenden Wochen folgen.
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Was es nicht sagt…
Allerdings handelt sich ausdrücklich um eine vorläufige Umsetzungsrichtlinie, nicht um eine Offenlegung von UAP-Informationen.
- Das Dokument bestätigt also weder die Existenz außerirdischer Besucher noch irgendwelcher Technologien.
- Es besagt auch nicht, dass es tatsächlich Personen mit einem solchen geheimen UFO/UAP-Wissen gibt – aber es schafft die Grundlage für den Fall, dass es diese Personen mit eben diesem Wissen gibt.
- Auch wird keine dieser Personen dazu verpflichtet, sich mit ihrem Geheimwissen an die Behörden zu wenden.
- Zudem gilt die NDA-Befreiung dieser Personen ausdrücklich nicht für Aussagen gegenüber der allgemeinen Öffentlichkeit, der Presse und Medien oder auch in einer öffentlichen Kongressanhörung(!). Sie befreit etwaige Whistleblower lediglich von ihrer Geheimhaltungspflicht in Ansprache gegenüber der US-UFO-Untersuchungsbehörde AARO oder der PURSUE-Task-Force, also gegenüber autorisierten Regierungsstellen.
- Auch hebt die Anweisung die Geheimhaltung und Geheimhaltungsverpflichtungen nicht generell auf. Die Aufhebung gilt nur insoweit, wie frühere NDAs Aussagen gegenüber den genannten Regierungsvertretern verhindert hätten.
- Daraus geht also nicht hervor, dass dieselben Informationen anschließend frei veröffentlicht werden dürfen.
- Es garantiert auch keine automatische Freigabe der Informationen.
- Das Memorandum spricht ausdrücklich davon, dass die Informationen zunächst zur Überprüfung und Deklassifizierung (review and declassification) an PURSUE übermittelt werden. Daraus folgt, dass eine Prüfung erfolgt und Informationen weiterhin ganz oder teilweise geheim bleiben können.
- Auch werden keine Sanktionen für den Fall benannt, dass Behörden oder Einzelpersonen die Anweisung nicht befolgen.
- Zudem wird nicht weiter definiert, was unter „relevanten UAP-Informationen“ überhaupt zu verstehen ist. Damit bleibt offen, welche Arten von Informationen gemeldet werden sollen und welche Schwelle erfüllt sein muss.
- Hinzu wird auch das eigentliche Meldeverfahren nicht beschrieben. Im Gegenteil: Es wird ausdrücklich angekündigt, dass detaillierte Meldeverfahren erst innerhalb der nächsten 30 Tage veröffentlicht werden, nachdem das Memo allen Stellen und Behörden zugestellt wurde. Die Anweisung sagt weiterhin (noch) nichts darüber aus, welche Informationen später veröffentlicht werden.
- Allerdings kündigt das Dokument deinen Transparenzprozess an, ohne jedoch dessen Umfang oder Zeitpunkt möglicher Veröffentlichungen festzulegen.
- Zwar kann das Memorandum so gelesen werden, dass es voraussetzt, dass es Personen mit möglicherweise geheimhaltungsgebundenem Wissen geben könnte, doch behauptet es nicht, dass die Regierung bislang UAP oder außerirdische Technologien verborgen habe.
Während derzeit UFO-Interessierte auf die Veröffentlichung der 5. Tranche der US-UFO-Akten über die PURSUE-Webseite warten, bleibt nun also ebenfalls abzuwarten, ob die hiesige Anweisung weiteren UFO-Whistleblower dazu bringen wird, den US-Behörden tatsächlich geheimes UFO-Wissen zu offenbaren. Ebenso interessant dürfte es werden, wie mit diesen Informationen dann umgegangen wird und ob sie öffentlich zugänglich gemacht werden.
…GreWi wird berichten.
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Recherchequelle: Eric Burlison via X, eigenen recherchen grewi.de
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