Anzeige
Anzeige
Anzeige

Japanische und US-Politiker fordern internationale Zusammenarbeit bei UAP-Forschung

Washington/Tokyo (USA/Japan) – Angesichts der jüngsten Veröffentlichungen des US-Kriegsministeriums zu unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen fordert der US-Abgeordnete Eric Burlison gemeinsam mit japanischen Parlamentariern in einem Meinungsartikel eine engere Zusammenarbeit demokratischer Staaten bei der Erforschung von UFOs und UAPs.

Symbolbild (Illu.).Copyright: grewi.de (KI erstellt)
Symbolbild (Illu.).
Copyright: grewi.de (KI erstellt)

Wie der republikanische US-Kongressabgeordnete Eric Burlison aus Missouri gemeinsam mit dem ehemaligen japanischen Verteidigungsminister und heutigen Parlameentarier Yasukazu Hamada und dem Abgeordneten Yoshiharu Asakawa – beide sind in japanischen UAP-Parlamentsrat, „der UAP Parliamentary League“ engagiert (…GreWi berichtete) in einem Meinungsartikel auf TheDebrief.org erläutern, fordern sie insbesondere die Frage zu klären, welche Bedeutung unbekannte Flugobjekte für die nationale Sicherheit haben.

Seit Februar 2026 veröffentlicht das US-Kriegsministerium (Department of War, DOW) im Rahmen des „Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters“ (PURSUE) zahlreiche Dokumente, Videos und Augenzeugenberichte zu UAP. Darunter befinden sich auch Berichte hochrangiger Mitarbeiter des US-Geheimdienstapparats über Beobachtungen an militärischen Einrichtungen (…GreWi berichtete 1, 2, 3, 4, 5, 6)).

Für die Burlison stellen diese Veröffentlichungen einen deutlichen Bruch mit der bisherigen Informationspolitik der US-Regierung dar. Zugleich hätten sie für die Abgeordneten neue Fragen aufgeworfen: Wer oder was bewegt sich über sensiblen militärischen Einrichtungen? Wem könnte die beobachtete Technologie gehören – und stellt sie eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar?

Anzeige

Parallelen zwischen USA und Japan

Ähnliche Fragen beschäftigen inzwischen auch Mitglieder des japanischen Parlaments. So wurden durch die im Mai 2026 veröffentlichten US-Dokumente auch zwei bislang ungelöste UAP-Vorfälle des US-Indo-Pazifik-Kommandos bekannt. Die japanischen Abgeordneteb erfuhren demnach erst durch die amerikanischen Veröffentlichungen von den Vorfällen in der Nähe japanischen Territoriums.

Der US-Kongressabgeordnete Eric Burlison. Copyright/Quelle: burlison.house.gov
Der US-Kongressabgeordnete Eric Burlison.
Copyright/Quelle: burlison.house.gov

Die Autoren sehen darin ein grundsätzliches Problem demokratischer Kontrolle. Gewählte Volksvertreter hätten in beiden Ländern bislang keinen ausreichenden Zugang zu Informationen über Phänomene, die möglicherweise im gemeinsamen sicherheitspolitischen Umfeld auftreten.

Als wiederum von den PURSUE-Akten unabhängiges Beispiel aus Japan nennt der Artikel  einen Vorfall am Kernkraftwerk Genkai in der Präfektur Saga im Juli des vergangenen Jahres: Sicherheitsmitarbeiter beobachteten dort drei leuchtende Objekte, die fast zwei Stunden am Himmel sichtbar gewesen sein sollen. Auch die örtliche Polizei traf ein und beobachtete nach eigener Darstellung ein Flugzeug. Zwischen den beiden Beobachtungen besteht damit eine Diskrepanz.

Laut den japanischen Abgeordneten hätten die Überwachungskameras des Kraftwerks den Vorfall zwar ebenfalls aufgezeichnet, das Videomaterial sei jedoch selbst Mitgliedern des japanischen Parlaments nicht zugänglich gemacht worden. Die Polizei verweigere darüber hinaus die Herausgabe weiterer Informationen, solange die Untersuchung andauere.

Anzeige

UAP als sicherheitspolitische Herausforderung

Als besonders bemerkenswert führt der Artikel einen Bericht hochrangiger Mitarbeiter des Büros des Direktors der US-Geheimdienste (Office of the Director of National Intelligence, ODNI) an, der im Rahmen der US-Veröffentlichungen zugänglich wurde. Demnach beobachteten Bodenteams bei einer Suchaktion an einem geheimen Raketentestgelände ein UAP auf Infrarot-Aufnahmen. Das Objekt wurde als extrem heiß, niedrig fliegend und mit hoher Geschwindigkeit beschrieben. Anschließend soll es sich in zwei Teile geteilt und seine Flugrichtung verändert haben. Als die Einsatzkräfte am Ort eintrafen, berichtete das Bodenteam laut Dokument, das Objekt sei vom Boden aufgestiegen, habe sich einem Hubschrauber bis auf etwa drei Meter genähert, sei anschließend unter dem Hubschrauber hindurchgeflogen und mit hoher Geschwindigkeit verschwunden.

Bücher zum Thema

– Bei einer Bestellung via Amazon erhält GreWi eine Provision. –

Die Politiker betonen zwar, dass auch solche Augenzeugenberichte für sich genommen noch kein Beweis für die Natur der beobachteten Phänomene seien. Dennoch machten die sicherheitspolitischen Fragen deutlich, die sich daraus ergeben. Ungeklärt bleibe insbesondere, ob es sich um zivile Drohnen, die Technologie eines ausländischen Akteurs oder etwas anderes handle.

www.grewi.de
+ HIER den täglichen kostenlosen GreWi-Newsletter bestellen +

Die Abgeordneten verweisen zugleich auf die internationale Dimension: Auch China habe inzwischen eine militärische Einrichtung zur Untersuchung von UAP etabliert und setze dabei nach den vorliegenden Angaben auch künstliche Intelligenz zur Erfassung entsprechender Phänomene ein.

Anzeige

Parlamentarische Zusammenarbeit soll Antworten liefern

Einige Mitglieder des japanischen parlamentarischen „UFO-Rats“:  Yosiharu Asakawa (r.), Yasukazu Hamada (m.), Shigeru Ishiba (l.). Copyright/Quelle: Japan UAP Study Team
Einige Mitglieder des japanischen parlamentarischen „UFO-Rats“:  Yosiharu Asakawa (r.), Yasukazu Hamada (m.), Shigeru Ishiba (l.).
Copyright/Quelle: Japan UAP Study Team

Burlison und seine japanischen Kollegen, die in der „UAP Parliamentary League“ aktiv sind, wollen deshalb die internationale Zusammenarbeit zwischen gewählten Abgeordneten ausbauen. Als Plattform dient dabei der „Emerging Technologies Interparliamentary Caucus“ (ETIC), in dem Vertreter verschiedener Länder über neue Technologien und damit verbundene Sicherheitsfragen beraten sollen.

Aus Sicht der beteiligten Parlamentarier könnten gerade demokratische Partnerländer durch gegenseitigen Informationsaustausch neue Erkenntnisse gewinnen, wenn nationale Behörden Informationen nur eingeschränkt zugänglich machen.

Ob hinter den beobachteten UAP tatsächlich unbekannte Technologien stehen, bleibt dabei offen. Der Artikel formuliert die zentrale Frage entsprechend weit: Unabhängig davon, ob die Phänomene auf die Technologie eines Gegners oder auf etwas bislang nicht Erklärtes zurückgehen, müssten demokratische Staaten in der Lage sein, mögliche Risiken eigenständig zu untersuchen.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Japanischer Regierungssprecher: Bislang keine bestätigten UFO-Sichtungen in Japan 2. Juni 2024
Japanische Abgeordnete gründen parlamentarischen UFO-Rat und fordern Einrichtung einer japanischen UFO-Untersuchungsbehörde 29. Mai 2024
Japans Verteidigungsminister bezeichnet UFO-Untersuchungen als von grundlegender Bedeutung 10. April 2024
UFO-Hotspot Japan: Verteidigungsminister bestätigt US-Daten 13. November 2023
Japanische Regierung liegen keine aktuellen besonderen UFO-Fälle vor 4. Juli 2022
Japanisches Verteidigungsministerium initiiert UFO-Meldeprotokoll für Kampfpiloten 15. September 2020
Japans Verteidigungsministerium erarbeitet Meldevorgang für UFO-Begegnungen durch Militärs 28. April 2020

Recherchequelle: TheDebrief.org

© grewi.de

Anzeige
Artikeln teilen
Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

Unterstützen Sie die tägliche journalistische Arbeit an GreWi

Wenn Sie GreWi unterstützen möchten, so können Sie dies am besten mit einem freiwilligen GreWi-Unterstützer-Abo tun – und erhalten dafür auch noch themenbezogenen Gegenleistungen und nehmen an allen unseren Buch- und Filmverlosungen teil.

Bücher von GreWi-Hrsg. Andreas Müller

Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

Mehr auf Wikipedia

UFO – Ein Sachbuch (2026)

Deutschlands UFO-Akten: Über den politischen Umgang mit dem UFO-Phänomen in Deutschland …

Deutschlands historische UFO-Akten: Schilderungen unidentifizierter Flugobjekte und Phänomene in…

Kornkreise. Geometrie, Phänomene, Forschung

Phänomen Kornkreise: Forschung zwischen Volksüberlieferung, Grenz- und Naturwissenschaft

Hol Dir Deine
GreWi-App!
app-store play.google.com
..zeig, dass Du
ein GreWi bist!
Shop