Parlamentarische Anfrage: EU-Raumfahrt-Kommissar äußert sich zu UFOs und UAPs
Brüssel (Belgien) – Aus einer aktuellen parlamentarischen Anfrage eines EU-Parlamentsabgeordneten geht die jüngste Position der Europäischen Kommission zu unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen (UFOs/UAPs) hervor.

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Inhalt
Parlamentarische Anfrage
In seiner Anfrage zur schriftlichen Beantwortung (E-002983/2026) an die Kommission unter Bezug auf Artikel 144 der Geschäftsordnung hatte sich der FDP-Europaabgeordnete und Generalsekretär der FDP Nordrhein-Westfalen, Moritz Körner, am 15. Juli 2026 eingereicht.

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Unter dem Titel „Behauptungen über UFOs“ schreibt Körner:
„In einem Interview mit dem US-Kabelsender „NewsNation“ vom Juni 2023 erklärte der damalige US-Senator Marco Rubio, dass sich mehrere damalige oder ehemalige Regierungsmitarbeiter in Bezug auf „Kenntnisse oder Behauptungen aus erster Hand“ über unidentifizierte Flugobjekte (UFOs) an den Geheimdienstausschuss des US-Senats gewandt hätten. Er fügt hinzu, dass viele von ihnen strenge Sicherheitsüberprüfungen durchlaufen und hochrangige Regierungsposten bekleidet hätten. Die amtierende US-Regierung veröffentlicht regelmäßig Auszüge aus Dokumenten zu diesem Thema.
1. Hat die Kommission die Dokumente und Erklärungen ihrer US-amerikanischen Amtskollegen zu diesem Thema überprüft?
2. Hält die Kommission die Veröffentlichungen der US-Regierung überhaupt für seriös?
3. Schließt die Kommission die Existenz von UFOs aus?“
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EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt antwortet
Möritz Körners Fragen wurden dann am 25. August 2026 vom EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, dem litauischen Abgeordneten Andrius Kubilius im Namen der Europäischen Kommission“ wie folgt beantwortet:

Copyright/Quelle: European Union, 2026
„Der Bereich unidentifizierter anomaler Phänomene (UAP) fällt in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten und ermöglicht es ihnen, diese Phänomene entsprechend den nationalen Sicherheitserfordernissen anzugehen. So hat Frankreich beispielsweise die Studiengruppe für Informationen über nicht identifizierte Luft- und Raumfahrtphänomene (GEIPAN) eingerichtet. Daher ist die Kommission nicht in der Lage, Dokumente zu überprüfen oder Überlegungen zu Veröffentlichungen zu diesem Thema anzustellen.
Die Kommission und die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik/Vizepräsidentin setzen sich weiterhin für die Zusammenarbeit mit Interessenträgern ein, um die Sicherheit des Weltraumumfelds der EU zu gewährleisten.“
AnzeigeGreWi-Kurzinterview mit Moritz Körner
Im Austausch mit GreWi-Hrsg. Andreas Müller erläutert der EU-Abgeordnete Körner kurz die Hintergründe seiner Anfrage:
GreWi: Herr Körner, wie kam es zu Ihrer Anfrage zu diesem in der EU-Politik (im Vergleich mit den USA) ja noch immer deutlich weniger präsenten Thema?
Körner: Ausgangspunkt für meine Anfrage war vor allem die deutlich intensivere politische und öffentliche Debatte zu diesem Thema in den USA. Mich hat interessiert, wie die Europäische Kommission das Thema bewertet und inwieweit es hierzu auf europäischer Ebene bereits Einschätzungen gibt.
GreWi: Wie ist die Antwort des EU-Kommissars für Verteidigung und Raumfahrt zu verstehen?
Körner: Die Antwort der Kommission macht klar, dass sie sich bei dem Thema nicht zuständig sieht.
UFO-Forschung in Europa
Neben der von Kubilius genannten staatlichen „Groupe d’études et d’informations sur les phénomènes aérospatiaux non identifiés“ (GEIPAN), die seit 1977 für die französische Raumfahrtbehörde CNES UFO-Sichtungen in Frankreich untersucht, gibt es in den EU-Mitgliedstaaten zahlreiche zivil-bürgerwissenschaftliche Forschungsorganisationen, die sich der Untersuchung und Erforschung von UFOs/UAPs widmen.
So können beispielsweise in Deutschland UFO-Sichtungen an die „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ (GEP) gemeldet werden.
Zudem gibt es an der Universität Würzburg mit dem „Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik“ (IFEX) eines der wenigen akademischen Forschungszentren in Europa und weltweit, an dem neben Raumfahrttechnologien auch UFOs und UAPs ganz offiziell im Rahmen des Forschungskanons einer Universität erforscht werden.
Hinzu hat auch das britische Verteidigungsministerium die Akten seines einstigen UFO-Büros über das dortige Nationalarchiv veröffentlicht. Staatliche UFO-Untersuchungen und Aktenveröffentlichungen gab und gibt es zudem in Belgien, Deutschland, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, Schweden, der Schweiz und in der Ukraine.
Umfangreiche Informationen zur zivilen und staatlichen UFO-Forschung in Europa und weltweit finden Sie in den Büchern von GreWi-Hrsg. Andreas Müller

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WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
* European UAP Barometer: Daten belegen wachsende Bedeutung europäischer UFO-Meldestrukturen 5. September 2026
* Forschungsministerin Bär informiert sich am IFEX auch über wissenschaftliche UAP-Forschung in Deutschland 17. Juli 2026
* Europäische Raumfahrtagentur ESA benennt Anlaufstelle für Anfragen zu UFOs und UAP 24. September 2025
* Entschließungsantrag auf Einrichtung einer zivilen UFO-Untersuchungsstelle beim EU-Parlament eingereicht 15. März 2024
* Parlamentarische UFO-Anfrage und Antwort der EU-Kommission 15. Januar 2024
Recherchequelle: EU Parlament, grewi.de
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