USA veröffentlichen 5. Tranche an UFO-Akten
Washington (USA) – Zum mittlerweile fünften Mal hat das US-Kriegsministerium im Rahmen des „Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters“ (PURSUE) weitere Akten, Dokumente und Materialien zu unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen (UFOs/UAPs) veröffentlicht.

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Was wurde veröffentlicht?
Insgesamt handelt es sich um 41 Akten. Darunter zwei Akten aus Beständen der CIA; 2 Akteneinheiten des Innenministeriums (Dept. of State), 19 des Kriegsministeriums (Dept. of War) selbst, eine Akte des „Executive Office of the President“ (einem unmittelbaren Verwaltungs- und Beraterapparat des US-Präsidenten) und 17 Akten des FBI.
Erneut finden sich auch innerhalb dieser Tranche keine wirklichen neuen Sensationen oder eindeutigen Beweise für ein exotisches UFO-Phänomen und noch weniger für deren außerirdische Herkunft oder außerirdische Intelligenzen – so, wie es Präsident Donald Trump ursprünglich selbst angekündigt und versprochen hatte.
Letzteres bedeutet jedoch nicht, dass die bisherigen und „neuen“ Akten keine interessanten Fälle und historische Umstände beinhalten und belegen, aber zumindest die historischen Akten bzw. die Ereignisse dazu sind bereits seit Jahren bekannt. Zu diesen gehören unter anderem sie Analysen des „U.S. Naval Photographic Interpretation Centers“ zu zwei ebenfalls seit Jahrzehnten bekannten UFO-Filmaufnahmen in Montana und Utah aus den Jahren 1950 und 1952. Darin kommen die Experten zu dem Schluss, dass die gefilmten Objekte „Eigenschaften aufwiesen, die nicht mit denen natürlicher Phänomene oder allgemein bekannter Technologien aus der Luft- und Raumfahrt vereinbar waren.“ Faszinierend und interessant, aber eben schon seit Jahrzehnten veröffentlicht und in der UFO-Literatur umfangreich beschrieben und diskutiert. Andere historische Akten drehen sich um die (ebenfalls umfassend bekannten) Fälle sog. Geister-Raketen in den skandinavischen Ländern nach dem 2. Weltkrieg (…auch GreWi beirchtete mehrfach).
Auch ein Großteil der Akten des FBI, waren entweder bereits bekannt und von der zentrale US-Bundespolizei und Inlandsgeheimdienstbehörde bereits zuvor selbst veröffentlichte Akten und Fälle. Auch hier: Interessant, aber nicht neu und meist basierend auf Sichtungsmeldungen von US-Regierungs- und Militärmitarbeitern. Die in diesen Akten beinhalteten Abbildungen stellen größtenteils digitale Rekonstruktionen der Vorfälle dar.

Quelle: US Gov. / DOW / PURSUE /
Allgemein am interessantesten dürften auch mit dieser Tranche die Video-Veröffentlichungen. Die meisten dieser 16 Videos stammen aktuell (mit einer FBI-Ausnahme) vom US-Kriegsministerium.
Diese 16 Videos unterteilen sich erneut in mehrfache Versionen von Aufnahmen zu gleichen Ereignissen. Darunter alleine 6 Videos eines unidentifizierten Objekts, das 2021 von einem Infrarot-Sensor an Bord eines AC-130J-Gunships der US-Spezialkräfte im Golf von Oman gefilmt wurde:
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR117-Unresolved-UAP-Report-Gulf-of-Oman-2021
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR118-Unresolved-UAP-Report-Gulf-of-Oman-2021
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR119-Unresolved-UAP-Report-Gulf-of-Oman-2021
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR120-Unresolved-UAP-Report-Gulf-of-Oman-2021
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR121-Unresolved-UAP-Report-Gulf-of-Oman-2021
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR122-Unresolved-UAP-Report-Gulf-of-Oman-2021
3 Videos zeigen Versionen der Videoaufnahmen, wie sie schon 2021 von dem US-Journalisten Jeremy Corbell veröffentlicht wurden und Aufnahmen von Bord der USS Omaha zeigen (…GreWi berichtete), ohne, dass die PURSUE-Akten selbst dies ausweisen:
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR123-Unresolved-UAP-Report-Pacific-Ocean-2019
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR124-Unresolved-UAP-Report-Pacific-Ocean-2019
https://www.war.gov/UFO/release/04/agency/NASA/?type=.vid&releaseDate=Release+05#DOW-UAP-PR125-Unresolved-UAP-Report-Pacific-Ocean-2019
Von den Metadaten (also Angaben zu Flughöhe, Geschwindigkeit, genauer Tages- und Ortszeit sowie geografischen Koordinaten usw.) beraubt, ist es erneut kaum möglich, anhand dieser Aufnahmen zwischen einem vermeintlich ungewöhnlichen Flugverhalten gefilmter kugelförmiger Flugobjekte – wie bspw. von einer US-Aufklärungsdrohne 2025 im Nahen Osten – und einem gewöhnlichen Ballon zu unterscheiden.
Aufgrund seiner scheinbaren kubischen Form ungewöhnlich, erscheint dann ein Video, das 2023 ebenfalls im „Nahen Osten“ gefilmt wurde. Doch auch hier sehen wir statt der eigentlich interessanten und wichtigen Metadaten lediglich schwarze Zensur-Blöcke.

Copyright/Quelle: US Gov / DOW / PURSUE
Erneut ein kritisches Fazit von GreWi
Einmal mehr ist zwar die Zusammenstellung und Veröffentlichung der Akten über das PURSUE-System grundsätzlich zu begrüßen, dennoch fehlen weiterhin eine wissenschaftliche Begleitung, Einordnung und Kommentierung der Akten. Zudem erfüllen zensierte Metadaten nicht den Anspruch und Erwartungen die kein Geringerer als der US-Präsident Trump selbst geweckt hatte, als er „bislang ungesehenen Akten zu UFOs und außerirdischem Leben“ versprochen hatte. Auch die von MAGA-Abgeordneten wie Paulina Luna („We’ve never seen this level of transparency regarding disclosure from an Admin before.„) angesichts der neuen Veröffentlichung hochgelobte „beispiellose Transparenz“, die von den PURSUE-Akten dank Trump ausgehe, wird durch bekannte Akten und maximal zensierte Videofilmchen nicht erfüllt.
Stattdessen warten UFO-Forscher und die interessierte Öffentlichkeit weiterhin auf jene Beweise, Foto- und Filmaufnahmen, von denen selbst hochrangige US-Politiker bereits öffentlich erklärt hatten, sie in geheimen Unterrichtungen gesehen zu haben.
Was wir bislang in den „Trump-Akten“ sehen sind mehrheitlich bereits seit vielen Jahren veröffentlichte und bekannte Akten, Videos die – weil von den Metadaten zensiert – für eine unabhängige Bewertung und wissenschaftliche Analyse kaum brauchbar sind. Eindeutige „Beweise für UFOs und Aliens“ geht anders. Stattdessen laufen diese Veröffentlichungen – weil sie eben nicht die angezündelten hohen Erwartungen der Öffentlichkeit erfüllen – eher zu einer Ermüdung (Fatigue) der öffentlichen Faszination und Interesses am UFO-Thema beizutragen, als die vorhandene Dynamik zu fördern.
Tatsächlich spekulieren einige Beobachter, das genau dieser Effekt mit den PURSUE-Veröffentlichungen beabsichtigt sein könnte…
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Recherchequelle: war.gov, eigenen Recherchen grewi.de
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