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US-UFO-Forschungsrat: US-Regierung hat Pläne für den Fall einer Bestätigung nicht-menschlicher Intelligenz

Washington (USA) – Bei einem ersten Personaltreffen des jüngst von der Trump-Regierung eingesetzten UAP/UFO-Forschungsrates mit Vertretern der US-Regierung und der US-Geheimdienste wurden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über konkrete Pläne der US-Regierung für den Fall der Bestätigung außerirdischer bzw. nicht-menschlicher Intelligenz informiert.

Symbolbild. Das White House in Washington D.C. Copyright: White House / Gemeinfrei
Symbolbild. Das White House in Washington D.C.
Copyright: White House / Gemeinfrei

Die Psychologin Dr. Jennice Vilhauer ist Mitglied im erst im vergangenen Juni einberufenen „UAP Science Advisory Council“ (UAPSAC) und berichtet aktuell auf Ihrer Substack-Seite über das erste Personaltreffen des wissenschaftlichen Rates mit Regierungsvertretern am 31. August 2026 im Büro des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste (ODNI).

Hier wurde der Rat „darüber informiert, dass die Regierung der Vereinigten Staaten einen Vorbereitungsplan für den Fall bereithält, dass die Existenz nicht-menschlicher Intelligenz (non-human intelligence, NHI) bestätigt wird. Uns wurde außerdem mitgeteilt, dass die Vereinigten Staaten bereit sind, gegebenenfalls eine internationale Führungsrolle zu übernehmen.“

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Pläne für den Fall der Fälle, aber keine Bestätigung

Zugleich stellt Vilhauer aber auch klar, dass sich die US-Regierung auf zahlreiche Ereignisse vorbereite, die vielleicht aber möglicherweise auch niemals eintreten werden, bei denen die Folgen im Falle ihres Eintretens jedoch erheblich wären. „Die Existenz eines Vorbereitungsplans bedeutet nicht, dass die Regierung die Existenz nichtmenschlicher Intelligenz bestätigt hat, davon ausgeht, dass eine Bestätigung unmittelbar bevorsteht, oder sich darauf vorbereitet, irgendeine Art von Ankündigung zu machen.“

Vielmehr bedeute die Existenz der Pläne aber, dass die US-Regierung immerhin die Möglichkeit einer Bestätigung von NHI ernst genug genommen nehme, um eine vorausgehende Planung zu rechtfertigen. „Allein das ist bedeutsam, weil es bedeutet, dass die Regierung der Vereinigten Staaten die Möglichkeit in Betracht gezogen hat, dass eine solche Bestätigung erfolgen könnte, und zu dem Schluss gekommen ist, dass die Folgen erheblich genug wären, um eine koordinierte Reaktion zu erfordern.

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USA streben Führungsrolle an

Auch die Aussage über eine angestrebte internationale Führungsrolle deutet die Psychologin als Anerkennung der Regierung, dass eine Bestätigung von NHI ein globales Ereignis wäre. Und dass es erforderlich wäre, dass Staaten miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten.

Dr. Jennice Vilhauer.Copyright/Quelle: jennicevilhauer.com/
Dr. Jennice Vilhauer.
Copyright/Quelle: jennicevilhauer.com/

Darüber hinaus macht Vilhauer deutlich, dass keine Details darüber genannt wurden, welche Behörden die Reaktion anführen würden, welche Umstände ihn aktivieren würden oder ob er sich mit den psychologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen solcher Informationen befasst. Allerdings seien „diese Fragen wichtig, denn die Vorbereitung auf die Veröffentlichung von Informationen ist nicht dasselbe wie die Vorbereitung der Menschen darauf, diese Informationen zu verstehen und sich an sie anzupassen.“

Vor diesem Hintergrund habe sie ein von ihr gemeinsam mit der „Disclosure Foundation“ verfasstes White Paper über die Folgen einer Offenlegung und 60-seitigen Bericht über die psychologischen Auswirkungen einer Offenlegung vorlegen. Sie selbst hoffe, dass diese Materialien ernst genommen werden, „denn jede wirklich sinnvolle Vorbereitung muss mehr umfassen als staatliche Kommunikation und die Koordination zwischen Behörden. Sie muss auch berücksichtigen, wie Einzelpersonen, Familien, Gemeinschaften und Institutionen die Informationen verarbeiten und auf sie reagieren würden.“

Die Psychologin führt weiter aus:
„Selbst wenn die Regierung über einen Plan verfügt, müsste noch eine enorme Menge geschehen. Viele Ressourcen und Systeme müssten geschaffen oder ausgebaut werden, darunter Lehrpläne und Schulungen für Polizeibeamte, Pädagogen, medizinisches Fachpersonal, Fachkräfte für psychische Gesundheit, Geistliche, Katastrophenschutz- und Notfallmanager sowie Führungspersönlichkeiten in den Gemeinden.

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Angemessene Vorbereitung nicht nur durch die Regierung

Eine angemessene Vorbereitung würde außerdem öffentlich zugängliche Materialien erfordern, die Menschen dabei helfen, das Gelernte zu verarbeiten; Leitlinien für den Umgang mit Unsicherheiten und zur Vermeidung von Fehlinformationen; Protokolle zur Unterstützung besonders schutzbedürftiger Bevölkerungsgruppen; Konzepte für den Dialog innerhalb von Gemeinschaften; Bildungsangebote für Schulen und Universitäten; Schulungen für Journalisten und Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit; sowie Forschung zu den möglichen psychologischen, kulturellen, religiösen, rechtlichen, wirtschaftlichen und geopolitischen Auswirkungen einer Offenlegung. Wir würden außerdem vertrauenswürdige Anlaufstellen für Fragen aus der Öffentlichkeit, eine unabhängige wissenschaftliche Überprüfung, Mechanismen für die internationale Koordination und langfristige Unterstützung für Menschen benötigen, die Angst, Verwirrung, Trauer oder tiefgreifende Veränderungen ihres Weltbildes erleben.“

All diese Bemühungen sollten sorgfältig, transparent und mit angemessenen Schutzvorkehrungen entwickelt werden. „Sie sollten nicht davon ausgehen, dass jede Behauptung über UAP oder NHI wahr ist, und sie sollten keinerlei Panik oder Spekulation fördern.“ Das Ziel solcher Maßnahmen sollte darin darin bestehen, Menschen dabei zu helfen, Informationen verantwortungsvoll zu bewerten, ehrlich zu kommunizieren und menschlich zu reagieren, falls tatsächlich neue bedeutende Beweise oder eine offizielle Bestätigung vorliegen.

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Auch Zivilgesellschaft gefordert

Zudem liege die Verantwortung in einem solchen Fall nicht nur bei der Regierung, sondern auch bei Vertretern der Zivilgesellschaft, bei Berufsverbänden, Forschenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Pädagogen, Glaubensgemeinschaften, Interessenvertreter und lokale Führungspersönlichkeiten. Laut Vilhauer haben alle diese Stellen wichtige Aufgaben zu erfüllen. „Staatliche Vorbereitung ist wertvoll, kann aber die umfassendere Arbeit der Gemeinschaft nicht ersetzen, gemeinsam ein größeres öffentliches Verständnis und eine höhere Widerstandsfähigkeit aufzubauen.“

Abschließend erklärt sie einmal mehr: „Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass ein Vorbereitungsplan kein Beweis dafür ist, dass nichtmenschliche Intelligenz existiert. Er ist ein Beleg dafür, dass die Regierung der Vereinigten Staaten davon ausgeht, dass die Auswirkungen im Falle einer Bestätigung so erheblich wären, dass eine Vorbereitung darauf gerechtfertigt ist. Für alle anderen, die sich für dieses Thema interessieren, ist die Botschaft klar: Setzt die sorgfältige und verantwortungsvolle Vorbereitung fort, damit die Menschen, sollte es tatsächlich zu einer solchen Offenlegung kommen, nicht ohne das Wissen, die Ressourcen und die Unterstützung dastehen, die sie benötigen.“

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Gibt es ähnliche Pläne auch in Deutschland?

Im August 2018 berichtete der damalige Bundestagsabgeordnete Dieter Janecek von den Grünen über die Antwort der damaligen Bundesregierung auf seine Zusatzfragen im Rahmen eines größeren Fragenkatalogs der Grünen zum geplanten Weltraumgesetzes.

Vor dem Hintergrund der Bemühungen anderer Staaten bei der Suche nach außerirdischen Signalen erkundigte sich der Abgeordnete (siehe PDF: Nr. 418) also darüber, „welche Vorkehrungen, Protokolle oder Pläne für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben (es) auf Seiten der Bundesregierung und der ihr unterstellten Behörden (gibt), und in welchen Fällen die Möglichkeit eines solchen Kontakts Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten (war)?“

Am 7. August 2018 erhielt Janecek dann folgende Antwort von einem „Staatssekretär“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWI). Darin heißt es

„Für einen möglichen Erstkontakt mit außerirdischem Leben gibt es keine Protokolle oder Pläne, da die Bundesregierung einen Erstkontakt auf dem Territorium der Bundesrepublik Deutschland nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand für äußerst unwahrscheinlich hält. Konkrete Fälle, die Gegenstand eines bi- oder multilateralen Gesprächs mit anderen Staaten hätten sein können, sind nicht bekannt.“

– Einen ausführlichen GreWi-Artikel zur Anfrage finden Sie HIER
– Einen ausführlichen Telepolis-Artikel von Dieter Janecek selbst finden Sie HIER

Aktuell sind keine aktuelleren Positionen der Bundesregierung für den Fall der Bestätigung der Existenz nicht-menschlicher Intelligenzen bekannt. Zuletzt hatte sich ein Sprecher des Generalinspekteurs der Bundeswehr 2024 zumindest zu UFO-Fragen gegenüber GreWi geäußert. Zahlreiche Positionen und Antworten auf über den Umgang und Haltung zu unidentifizierten Flugobjekten seitens deutscher Regierungen, Ministerien und Behörden finden Sie in den folgenden Links und im Buch „Deutschlands UFO-Akten“ (2021) von GreWi-Herausgeber Andreas Müller

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
* BREAKING NEWS: US-Regierung benennt wissenschaftlichen UFO-Forschungsrat 13. Juni 2026
* Prof. Avi Loeb beantwortet Fragen zum UFO-Forschungsrat der US-Regierung 22. Juni 2026
* Forschungsministerin Bär informiert sich am IFEX auch über wissenschaftliche UAP-Forschung in Deutschland 17. Juli 2026
* Uni Würzburg u. Luftfahrt-Bundesamt kooperieren bei Meldeportal für UFO-Sichtungen durch Piloten 14. Juli 2025
* GreWi-EXKLUSIV: Sprecher des Generalinspekteurs der Bundeswehr kommentiert UFO-Fragen 21. Februar 2024
* Warum erscheinen deutsche US-Stützpunkte nicht auf der UFO-Ortungskarte der US-UFO-Untersuchungsbehörde AARO? 6. Januar 2014
* GreWi-EXKLUSIV: Deutsche Aufklärungsdrohnen haben noch keine UFOs detektiert 9. August 2023
* GreWi EXKLUSIV: UFO-Forscher des Pentagons informieren erstmals „engste Verbündete“ – Deutschland weiterhin außen vor? 19. Juni 2023
* Neue Informationen zu UFO-Untersuchungen und Positionen deutscher Ministerien und Behörden 7. März 2023
* Nun Offiziell: Deutschland steht bei der Untersuchung von unidentifizierten Flugobjekten im „engen vertraulichen Austausch mit seinen Bündnispartnern“ 15. Februar 2023
* Bundesverteidigungsministerin und Kollegen wurden offiziell nicht zu UFOs gebrieft 12. Januar 2023
* GreWi EXKLUSIV: Deutsche Luftwaffe betätigt sich offiziell nicht an UAP-Untersuchungen des Pentagon 23. Oktober 2022
* Nicht nur in Deutschland: Militär- und Zivilradar „blind“ für UFOs und UAP 31. Januar 2022
* eGreWi nachgefragt: Neue Bundesregierung – neue Position zu UFOs und UAP? 11. Januar 2022

Recherchequelle: J. Vilhauer via Substack

© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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