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Whistleblower, US-Abgeordnete fordern von Trump mehr Transparenz und Freigabe

Washington (USA) – In einer Pressekonferenz vor dem Kapitol in Washington haben der UFO-Whistleblower David Grusch, Abgeordnete des US-Kongresses und Journalisten  direkt an Präsident Trump gewandt und mehr Transparenz, strikten Whistleblowerschutz und die Freigabe wirklich relevanter UFO-Akten und -Videos gefordert.

Whistleblower David Grusch während der pressekonferenz vor dem Kapitol in Washington (Illu.).Quelle: grewi.de
Whistleblower David Grusch während der pressekonferenz vor dem Kapitol in Washington (Illu.).
Quelle: grewi.de

Der ehemalige US-Geheimdienstoffizier Maj. David Grusch hatte erstmals 2023 von sich reden gemacht, als er in Interviews über angeblich existierende, geheime US-Regierungsprogramme zur Bergung und Auswertung abgestürzter oder gelandeter „nicht-menschlicher Raumschiffe und Technologien“ berichtet hatte (…GreWi berichtete). Am 26. Juli 2023 hatte Grusch seine Aussagen dann auch unter Eid vor einem Ausschuss des US-Kongresses im Rahmen einer öffentlichen Anhörung wiederholt (…GreWi berichtete).

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Gruschs bisherige Kernaussagen

Zusammengefasst erklärte Grusch, dass ihm während seiner Tätigkeit für verschiedene Regierungs- und Geheimdienststellen glaubwürdige Hinweise auf ein seit Jahrzehnten bestehendes, geheim gehaltenes Programm zur Bergung und Untersuchung von UAPs vorgelegt worden seien. Nach seinen Angaben verfügten die USA über geborgene UAP-Technologie, die rückentwickelt werde. Seine Aussagen stützten sich auf Berichte, Dokumente, Fotos und Aussagen von Militär- und Geheimdienstmitarbeitern, die er selbst habe einsehen können. Vorgelegt und veröffentlicht wurden diese Unterlagen bislang jedoch nicht. Als er versucht habe, diese Informationen offiziell zu melden und eine Untersuchung anzustoßen, seien ihm Zugänge verweigert worden; später habe er als Whistleblower Repressalien erfahren. Grusch fordert eine umfassende Untersuchung und stärkere Kontrolle dieser Programme durch den Kongress.

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Gruschs aktuelles Statement

Auf der jüngsten, von der „Task Force zur Freigabe von Regierungsgeheimnissen“ (Task Force on the Declassiciation of federal Secrets) organisierten Pressekonferenz vor dem Kapitol, wiederholte Grusch diese Aussagen in Anwesenheit von US-Abgeordneten, Journalisten und Vertretern der US-UFO-Disclosure Community.

Hierzu erklärte Grusch, dass die UAP-Thematik weit über die Frage außerirdischen Lebens hinausgehe und nationale Sicherheits-, Spionageabwehr- sowie Transparenzfragen berühre. Er behauptet, während seiner Geheimdiensttätigkeit Zugang zu Informationen über UAP-Bergungs- und Untersuchungsprogramme, geborgene Objekte sowie damit verbundenes biologisches Material erhalten zu haben. Diese Informationen habe er nach eigenen Angaben durch verschiedene Quellen verifizieren können.

Zugleich wirft er Teilen der US-Bürokratie vor, Informationen vor Präsidenten, Regierung und Kongress zurückzuhalten und sich einer wirksamen Kontrolle zu entziehen. Geheimhaltung werde seiner Ansicht nach teilweise missbraucht, um Fehlverhalten, die Verschleierung von Geldern und möglicherweise rechtswidrige Aktivitäten zu verbergen.

Grusch berichtet zudem von Repressalien gegen seine Person nach seinen öffentlichen Aussagen vor dem Kongress. Während seiner Untersuchungen habe er Hinweise auf verdeckte Finanzierungen in Milliardenhöhe gefunden.

Er fordert daher eine umfassende Offenlegung der vorhandenen Informationen, eine stärkere Kontrolle durch den Kongress und mehr Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Diese solle nicht auf Leaks oder die Aussagen einzelner Whistleblower angewiesen sein, sondern auf offiziell freigegebene Informationen der Regierung.

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Grusch über Formen nicht-menschlicher Intelligenz und deren staatliche Geheimhaltung

In der abschließenden Fragerunde für die anwesenden Journalisten wurde Grusch gefragt, welche Art von nicht-menschlichen Wesen er meine von denen die US-Regierung wisse.

„Nun, ich habe hier jetzt keine vollständige Zusammenstellung parat. Aber es handelt sich um verschiedene Formen, angefangen von körperlichen, zweibeinigen Lebensform bis hin zu dem, was ich als eine Art empfindungsfähiges plasmoides Leben bezeichnen würde. Kurz: es gibt mehrere Formen, die der US-Regierung bekannt sind.“ Weiterhin erklärte Grusch, dass die Infrastruktur für fortgesetzte Geheimprogramme im Umgang mit diesen Bergungen und Kontakten sei 1954 auf Anweisung von Präsident Eisenhower erstellt wurde. Als Quelle für weitere, mittlerweile öffentliche Informationen dazu empfahl Grusch ein Dokument, dass schon seit 1971 über die Nationalarchive Australiens deklassifiziert und veröffentlicht wurde: „Ich empfehle Ihnen, Seite 7 bis 16 zu lesen. Dabei handelt es sich um den Leiter der Nuklearabteilung der australischen Regierung, der über die Vertuschung durch die USA und die Beteiligung der CIA in den 1970er Jahren spricht.“

– Dieses Dokument finden Sie HIER
– Ausführliche Informationen über den Autor des Dokuments, Harry Turner, finden Sie HIER

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Abgeordnete reden und fordern Klartext

Während Grusch seine bereits bekannten Aussagen und teilweise Anschuldigungen widerholte, machten die ebenfalls anwesenden US-Abgeordneten keinen Hehl aus ihrer Unzufriedenheit über die bisherigen Veröffentlichungen und fanden zudem unerwartet klar Worte und Forderungen nach größerer Transparenz und Enthüllung jahrzehntelanger UFO-Geheimnisse.

Anna Paulina Luna

Die Vorsitzende der Task Force, die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna forderte unter anderem „dass Whistleblower vorübergehende oder dauerhafte Immunität erhalten, damit sie Informationen offenlegen können, sei es über Standorte von Fluggeräten und/oder fortschrittlichen Technologien.“

Eric Burlison

Auch der ebenfalls republikanische Abgeordnete Eric Burlison forderte einen strikten Schutz von Whistleblowern in der Sache und erklärte zugleich: „Seit Jahrzehnten wird das amerikanische Volk wie Kinder behandelt. Man sagt uns, dass es Regierungsgeheimnisse gibt, die wir nicht wissen dürfen. Nicht fragen. Keine Antworten erwarten, einfach dem Prozess vertrauen. Nach vielen Jahren des Schweigens stelle der Kongress jetzt keine hypothetischen Fragen mehr. „Der Kongress fordert konkrete Dokumente und Videos an. Diese Behörden und Auftragnehmer wissen, dass wir wissen, dass diese Materialien existieren, und wir werden deren Freigabe erreichen.“

Weiterhin erhalte man fortwährend „glaubwürdige Hinweise auf geborgene Fluggeräte und Reverse-Engineering-Programme, sie möglicherweise seit Jahrzehnten außerhalb jeder Aufsicht betrieben wurden“, so Burlison weiter. Der Kongress habe jedoch die verfassungsmäßige Pflicht, dem nachzugehen. „Und diese Pflicht verschwindet nicht, nur weil jemand ein Dokument vor 30 Jahren als geheim eingestuft hat. Sie verschwindet nicht, weil ein Bürokrat es sagt. Sie verschwindet nicht, weil ein Programm massiv abgeschottet und aufgeteilt wurde. Die Verfassung hat dem Kongress diese Aufsicht bewusst gegeben. Kein nicht gewählter Bürokrat hat diese Autorität. Diese Informationen gehören nicht Ihnen. Sie gehören dem amerikanischen Volk. Es ist sein Eigentum, und s verdient die Wahrheit.

An Donald Trump gerichtete, forderte der Abgeordnete: „Mr. Präsident, ich bitte Sie direkt: Heben Sie die Geheimhaltungsvereinbarungen auf, die diese Patrioten noch binden. Gewähren Sie Immunität für alle, die bereits gesprochen haben, und für alle, die noch sprechen werden. Denn solange Menschen nicht wissen, dass sie geschützt sind, warum sollten sie dann überhaupt vortreten?“ Es müsse weiterhin „echte Strafen für Beamte geben, die wissentlich Informationen vor dem Kongress und dem Präsidenten zurückhalten.“ Sich dumm stellen oder sich hinter Geheimhaltung zu verstecken sei nicht länger akzeptabel. „Dies ist der Moment. Nutzen Sie Ihre Autorität, Mr. Präsident. Das amerikanische Volk steht hinter Ihnen.“

Tim Burchett

Der Abgeordnete republikanische Tim Burchett versicherte des Anwesenden zudem, er habe mit dem Präsidenten persönlich über das Thema gesprochen. Burchett zeigte sich erschüttert über Aussagen darüber, dass der Präsident nicht alles wissen und nur nach dem „Need-to-Know-Prinzip unterrichtet werden müsse.

Der für seine Überzeugung von der Exitenz eines ultrageheimen „Deep state“ bekannte Abgeordnete attestierte weiter: „Wir haben es hier mit Korruption zu tun. Wir haben es mit einer Vertuschung zu tun. Das Ganze wird mindestens seit 1947 vertuscht [und verweist damit vermutlich auf das Roswell-Ereignis]. Verdammt nochmal, die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu wissen. Es sind eure verdammten Steuergelder.“

Es gehe ihm nicht um kleine grüne Männchen oder fliegende Untertassen, aber darum, „wofür wir all diese Millionen und möglicherweise Milliarden ausgeben, von denen man öffentlich behauptet, dass es sie nicht gäbe und uns dieselben Leute dann in geheimen Anhörungen (SCIF) sagen uns, dass es sie doch gibt. Das ist eine Vertuschung. Ihr wisst es, wir wissen es. Wir fordern Antworten, und verdammt nochmal, wir werden sie bekommen.“

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Jared Moskowitz

Der demokratische Abgeordnete Jared Moskowitz unterstrich das gemeinsame und parteiübergreifenden Anliegen der Veranstaltung. Er verwies auf die sich mittlerweile veränderte Qualität in der UFO-Diskussion und deren politischer Auseinandersetzung:

„Was sich geändert hat, ist die Qualität und der Rang der Menschen, die sich jetzt zu Wort melden – hochdekorierte Angehörige unseres Militärs, erfahrene Personen, Flugzeugpiloten und Menschen mit Zugang zu der Technologie, die wir in unseren Streitkräften haben. Das ist der entscheidende Unterschied.“

Ursprüngliche habe man einfache Fragen gestellt und die Reaktion schon auf diese einfachen Fragen, hätten sein Interesse an diesem Thema geweckt. „Wir haben einfache Fragen gestellt, und es kam Widerstand. Wir haben weiter gefragt, und der Widerstand wurde stärker. Wir haben versucht, Formulierungen in eine Gesetzesänderung einzubringen, und man hat sich dagegengestellt. Sie sind sogar heimlich zu Ausschussvorsitzenden gegangen, um diese Formulierungen wieder aus gesetzestextentwürfen streichen zu lassen. Das hat mir klar gemacht, dass hier etwas verborgen wird.“

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Er selbst wisse zwar noch nicht genau, was die ganze Wahrheit sei, so der Abgeordnete weiter. „Aber ich weiß, dass wir belogen werden. Und das amerikanische Volk weiß das ebenfalls. Deshalb: Die Zeit für Offenlegung ist jetzt. Offenlegung heute, Offenlegung morgen. Das amerikanische Volk hat ein Recht darauf, es zu wissen.“

Konkret sprach Moskowitz von „Programmen zu fortschrittlicher Technologie. (…) Im Pentagon fehlen dazu Milliarden von Dollar. Wohin ist dieses Geld gegangen?“ Es sei Zeit, dass die Regierung offenlege, was sie weiß.“

Ein Fazit

Zwar hat auch diese Pressekonferenz keine neuen Beweise und Fakten präsentiert, dennoch wurden politische Forderungen nach mehr Transparenz und der Veröffentlichung der eigentlich relevanten UFO-Informationen und Geheimnisse selten derart deutlich von Vertretern beider Parteien des US-Kongresses öffentlich vorgetragen, wie auf dieser Veranstaltung.

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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