UFOs über dem Iran?
Teheran (Iran) – Historisch wie aktuell steht der Iran immer wieder im Fokus teils spektakulärer UFO-Berichte. Neben einem bereits bekannten Vorfall von 1976 berichten iranische Quellen auch von späteren Begegnungen zwischen Militärflugzeugen und ungewöhnlichen Flugobjekten, die angeblich außergewöhnliche Flugeigenschaften gezeigt haben sollen.

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Erst gestern (23.06.2026) berichtete der US-Nachrichtensender CNN exklusiv über die jüngste Entwicklung in den Untersuchungen zum Abschuss eines US-Kampfflugzeugs 5. April 2026 50 Kilometer von der iranischen Stadt Esfahan entfernt, in dessen Folge der Pilot von Spezialeinheiten lokalisiert und gerettet wurde.
„Ghost Mumur“: Rätselhafte Rettungsaktion mittels Quantentechnologie?
Schon die Ortung und Rettung des F-15-Piloten sorgte international für medialen Aufsehen und seitherige Debatten. Das US-Militär selbst erklärte, dass der Pilot durch den erstmaligen Einsatz einer neuen Technologie trotz Funkstille in seinem Versteck in einer Bergspalte geortet werden konnte. Zur Funktionsweise der von der geheimen Entwicklungsabteilung Skunk Works von Lockheed Martin entwickelten und als „Ghost Mumur“ bezeichneten Technologie hieß es weiter, diese beruhe auf sog. Quantenmagnetometrie und KI, um so den Herzschlag einer vermissten Person aus großer Distanz zu erfassen. Hierzu solle die Methode Technologie angeblich in der Lage sein, anhand extrem schwacher elektromagnetische Signale des menschlichen Herzschlags ein Individuum noch aus großer Distanz zu identifizieren, in dem Künstliche Intelligenz das Herzsignal aus dem Umgebungsrauschen herausfiltert und so die Person lokalisiert werden kann.
An der tatsächlichen Fähigkeit des Systems gibt es jedoch Zweifel: Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) erläutert der Freiburger Physiker Rüdiger Quay, dass derartige Quantensensoren zwar grundsätzlich die schwachen Magnetfelder des Herzschlags erfassen können, dies jedoch nur aus nächster Nähe und unter idealen Bedingungen möglich ist. Bereits geringe Entfernungen und Störfaktoren wie Kleidung, Bewegungen oder Umgebungsrauschen erschweren eine zuverlässige Ortung erheblich.
Führte „Alien-Schei***“ zum Absturz eines US-Kampfjets?
Laut CNN berichtete der gerettete Pilot nun, vor seinem Schleudersitzausstieg „mehrere iranische Drohnen“ gesehen zu haben, „die in der Luft schwebten, sich wie ein einziges Objekt bewegten und eine Formation bildeten, die einer Qualle ähnelte“. CNN selbst beruft sich auf „vier mit dem Vorgang vertraute Quellen“. Weiter heißt es:
„Mehrere miteinander verbundene Drohnen, die sich wie ein einziges Objekt bewegten, wobei kleinere Drohnen unter den größeren wie Beine angeordnet waren“, sagte eine der mit der Aussage des Piloten vertrauten Quellen gegenüber CNN. „Echter Alien-Scheiß.“ Eine weitere Quelle erklärte gegenüber dem Sender, der Pilot habe berichtet, ein „Minenfeld aus Drohnen“ am Himmel gesehen zu haben.
„Der Bericht, über den bislang nicht berichtet worden war, wurde vom F-15-Piloten während einer Nachbesprechung nach dem Vorfall mit Geheimdienstmitarbeitern geteilt. Er löste sofort eine heftige Debatte innerhalb der US-Geheimdienstgemeinschaft aus, die bis heute nicht beigelegt ist. Falls der Pilot tatsächlich gesehen hat, was er beschrieb – eine Formation, die sich als Einheit bewegte –, würde dies auf einen alarmierenden Fortschritt der iranischen Drohnenfähigkeiten (sog. „One-to-Many Meshed Networking“ = Die gleichzeitige Bedienung und Kontrolle mehrerer bis vieler Drohnen) hinweisen.“
Ob der ebenfalls an Bord befindliche Waffensystemoffizier die Drohnenformation ebenfalls gesehen hatte, sei nicht klar. Auch seien sich US-Geheimdienstmitarbeiter uneinig darüber, wie die Schilderungen des F-15-Piloten zu interpretieren seien und ob der Pilot den Vorfall in Folge seiner beim Absturz erlittenen Verletzungen (u.a. Gehirnerschütterung) überhaupt klar wiedergeben konnte.
Auch CNN fragt abschließend: „Hatte er eine ausgereifte Fähigkeit beobachtet, von der die US-Geheimdienste nichts wussten? Einen Beta-Test? Eine Luftspiegelung in der Wüste?“
Zum Thema

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Historische UFO-Begegnungen über dem Iran
Aktuell berichtet auch das Forbes-Magazin von diesen Sichtungen und unterstreicht, dass diese Berichte „nicht aus einschlägigen UFO-Publikationen [stammen], sondern bereits 2013 in einem Artikel des Militärmagazins „Combat Aircraft Monthly“ von dem anerkannten Luftfahrtjournalisten und Sachbuchautor Babak Taghvaee aufgegriffen wurden, der als Kenner der iranischen Luftwaffe gilt.
„Leuchtende Objekte“ über iranischen Atomanlagen
Demnach versuchte die iranische Luftwaffe mehrfach, unbekannte Flugobjekte abzufangen, die über sensiblen Einrichtungen, darunter Nuklearanlagen, gesichtet worden sein sollen. Die iranischen Quellen bezeichneten die Eindringlinge damals als „leuchtende Objekte“, da man annahm, sie würden das von ihnen ausgehende Licht für nächtliche Aufklärungsmissionen erzeugen.
Besonders bemerkenswert und ungewöhnlich bis bizarr sind dabei die den Objekten zugeschriebenen Eigenschaften: Den Berichten zufolge sollen diese „leuchtenden Objekte“ Geschwindigkeiten von bis zu Mach 10 erreicht haben, außerhalb der Erdatmosphäre operiert haben und sogar bewegungslos über ihren Zielen geschwebt sein können. Darüber hinaus hätten sie über leistungsfähige elektronische Gegenmaßnahmen eingesetzt, mit denen die iranischen Radarsysteme und Navigationsgeräte gestört wurden.
2004: Kugelförmiges Objekt im Luftkampf mit F-14 über Arak
Bei einem Zwischenfall über der Nuklearanlage Arak im November 2004 soll eine iranische F-14/Tomcat versucht haben, eines der Objekte mit ihrem Radar zu erfassen. Nach Angaben des Piloten wurde dessen Radarerfassung jedoch gestört. Der Pilot beschrieb das Objekt als kugelförmig, hinter dem sich eine Art grüner Nachleuchtschweif mit deutlichen Turbulenzen gebildet habe. Anschließend habe das Objekt stark beschleunigt und sei „wie ein Meteor“ verschwunden.
Tödlicher Zwischenfall im Jahr 2012 über Atomkraftwerk Buschehr
Eine noch dramatischere Wendung nahm die Geschichte im Januar 2012. Damals wurde eine weitere F-14 alarmiert, um einen unbekannten Eindringling abzufangen, der sich dem Kernkraftwerk Buschehr genähert haben soll.
Wenige Sekunden nach dem Start explodierte das Kampfflugzeug. Beide Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Eine eindeutige Ursache für das Unglück wurde den Berichten zufolge nie festgestellt.

Quelle: Paolo Contri/IAEA Imagebank / CC BY-SA 2.0
Teheran 1976
Tatsächlich erinnern die beschriebenen Ereignisse an den aus der UFO-Literatur berühmten Teheran-Zwischenfall vom September 1976, als zwei iranische F-4-Phantom-Jets während der Regierungszeit des Schahs versuchten, ein helles, schnell manövrierendes Objekt abzufangen. Auch damals berichteten die Piloten von Störungen ihrer Instrumente und Waffensysteme. Der Vorfall wurde auch in den Akten des Verteidigungsgeheimdienstes der USA (Defense Intelligence Agency, DIA) in Form eines Berichts des Büros des damaligen US-Militärattachés in Teheran (FM USDAO) vermutlich unter Berufung auf Informationen der damaligen Iranischen Kaiserlichen Luftwaffe (IIAF) erhalten (…GreWi berichtete).
Lesen Sie auch die Hintergründe zum UFO-Vorfall von Teheran 1976…

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Bemerkenswert ist allerdings, dass die iranischen Behörden die Vorfälle von 2004 und 2012 selbst nicht ausdrücklich als UFO-Ereignisse bezeichneten. Der Begriff „UFO“ taucht in dem Bericht lediglich in einer Zwischenüberschrift auf.
UFOs, geheime Technologie oder Fehlinterpretationen?
Dennoch haben die außergewöhnlichen Leistungsmerkmale der beschriebenen Objekte zu zahlreichen Spekulationen geführt. Eine Geschwindigkeit von Mach 10 – rund 12.200 Kilometer pro Stunde – würde die Fähigkeiten selbst moderner Kampfflugzeuge weit in den Schatten stellen: Zwar existierten bereits damals experimentelle Hyperschallprogramme wie die „NASA/Boeing-X-43“ oder später die „X-51 Waverider“ der US-Luftwaffe, doch handelte es sich dabei um flugzeug-, marschflugkörper-(aber eben nicht kugel-)förmige Prototypen und Experimentalentwicklungen und nicht um einsatzfähige Aufklärungsflugzeuge.

Quelle: NASA / Gemeinfrei
Daher stellt sich die Frage, ob die iranischen Angaben die tatsächlichen Fähigkeiten der beobachteten Objekte möglicherweise übertrieben darstellten oder ob technische Probleme und Fehlinterpretationen eine Rolle spielten. So könnte die Störung der Radarerfassung im Jahr 2004 auch durch elektronische Gegenmaßnahmen oder die begrenzten Fähigkeiten der inzwischen veralteten iranischen F-14-Systeme erklärt werden. Ebenso könnte der Absturz von 2012 auf die schwierige Ersatzteillage der alternden iranischen Tomcat-Flotte zurückzuführen sein, die seit Jahrzehnten unter internationalen Sanktionen und Embargos leidet.
Da zu den Vorfällen von 2004 und 2012 bislang jedoch keinen Radar- und Sensordaten vorliegen, ist auch eine Deutung im Sinne der UFO-Phänomens bzw. UAPs schwierig. Bemerkenswert und sonderbar bleiben die Berichte dennoch. Sollten die geschilderten Eigenschaften der „leuchtenden Objekte“ auch nur teilweise zutreffen, würden sie auf eine Technologie hindeuten, die den damals bekannten militärischen Möglichkeiten deutlich voraus gewesen wäre.
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Recherchequellen: CNN, Forbes, eigenen Recherchen grewi.de
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