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Stephen Miller: Trumps Schatten-UFO-Zar ist neuer Stabschef im Weißen Haus

Washington (USA) – Während deutsche Regierungen ein politisches, wissenschaftliches oder sicherheitspolitisches Interesse am UFO-Phänomen seit Jahrzehnten verneinen, haben unidentifizierte Flugobjekte und anomale Phänomene (UFOs/UAPs) in den USA inzwischen höchste politische Priorität. Auch Trumps neuer Stabschef Stephen Miller ist – bislang eher im Hintergrund – für den Umgang der US-Regierung mit den UFO-Akten verantwortlich.

Seit dem 9. November 2026 ist Stephen Miller der neue Stabschef im Weißen Haus.Copyright: The White House / Public Domain
Seit dem 9. November 2026 ist Stephen Miller der neue Stabschef im Weißen Haus.
Copyright: The White House / Public Domain

Bekannt ist Miller besonders von Trumps Staatsempfängen, Pressekonferenzen und Dekret-Unterzeichnungen, bei denen er – meist schweigsam ­– im Hintergrund agierte. Politisch zählt er hingegen zu den einflussreichsten und loyalsten, zugleich umstrittensten Beratern Donald Trumps. Unter anderem gilt er als Mitautor des erzkonservativen „Project 2025“. Bislang politischer Sicherheitsberater und stellvertretender Stabschef, rückt Miller am heutigen 9. November 2026 nach den jüngsten Stimmen- und Mehrheitsverlusten der Republikaner bei den Midterms offiziell an die Spitze von Trumps Stab. Beobachter werten seine Ernennung als Signal für einen noch schärferen politischen Kurs angesichts der veränderten Mehrheitsverhältnisse im Kongress.

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Trumps UFO-Zar hinter den Kulissen

International bislang wenig bekannt ist Millers Rolle beim Umgang der Trump-Administration mit den US-UFO-Akten. Erst im Frühjahr 2026 hatte Trump mit dem „Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters“ (PURSUE) ein präsidial angeordnetes Verfahren zur Veröffentlichung und Dokumentation von UFO- und UAP-Sichtungen gestartet. Seit Mai veröffentlicht das US-Kriegsministerium darüber schrittweise historische Akten sowie Foto- und Videoaufnahmen von US-Piloten und Aufklärungsdrohnen.

Zugleich gelten diese Veröffentlichungen aufgrund umfangreicher Schwärzungen und Datenzensuren, insbesondere in den Videos, unter Wissenschaftlern als nur stark eingeschränkt nutzbar. Der Grund: Es sind ausgerechnet jene Informationen geschwärzt, die für eine unabhängige Analyse und Unterscheidung zwischen bekannten und tatsächlich unidentifizierten Phänomenen erforderlich wären (…GreWi berichtete).

Während in den USA seit 2022 mit dem „All-domain Anomaly Resolution Office“ (AARO) eine eigene Behörde vorwiegend UFO-Sichtungen durch Militärangehörige, Piloten und Geheimdienstmitarbeiter untersucht; UFO-Whistleblower vor Kongressanhörungen von jahrzehntelangen Geheimprogrammen zur Untersuchung abgestürzter außerirdischer Fluggeräte und ihrer Insassen berichten, und sich eine regierungseigene Task Force der Offenlegung bislang geheimer Regierungsakten etwa zu den Kennedy-Attentaten, 9/11 und auch UFOs und UAP widmet (…GreWi berichtete), verdichteten sich auch Hinweise auf eine eigene UAP-Abteilung im Weißen Haus.

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US-Außenminister bestätigt UFO-Abteilung im Weißen Haus

Lange galt der heutige US-Außenminister Marco Rubio als treibende Kraft der sogenannten Disclosure-Bemühungen im Trump-Kabinett. Schon seit seiner Zeit als Senator von Florida war Marco Rubio für sein öffentliches Engagement für eine transparente Veröffentlichung der angeblichen UFO-Geheimnisse der USA bekannt (…GreWi berichtete). Doch schon seit geraumer Zeit wurde hingegen Stephen Miller als jener gehandelt, der von Rubio diese Aufgabe und damit die Verantwortung für den Umgang mit den UFO-Enthüllungen übernommen habe.

US-Außenminister Marco Rubio.Copyright/Quelle: U.S. Department of State / Public Domain
US-Außenminister Marco Rubio.
Copyright/Quelle: U.S. Department of State / Public Domain

Erst im vergangenen August hatte Rubio im Podcast von Millers Ehefrau Katie Miller die Zuständigkeit ihres Mannes in Sachen UFOs durchblicken lassen. Er selbst beschäftigte sich schon lange mit UAPs. Die Verantwortung dafür habe er aber inzwischen „an jemanden abgegeben, den sie (Miller) sehr gut kenne“. Zwar wisse auch er nicht, was UFOs seien, doch gebe es da „Dinge, die über US-Militäranlagen fliegen, die aber nicht zu den US-Streitkräften gehören“. Abschließend versicherte Rubio, „Stephen ist derzeit an dieser Sache dran und macht da auch großartige Arbeit.“ (…GreWi berichtete)

Welche konkreten Funktionen und Entscheidungsbefugnisse Miller als stellvertretender Stabschef hinsichtlich der UFO-Akten und ihrer Veröffentlichung innehatte und ob er diese Aufgaben auch als neuer Stabschef weiterhin ausübt, ist bislang nicht genau bekannt. Allein aber die Tatsache, dass einer der einflussreichsten politischen Hintermänner der US-Regierung persönlich mit dem Thema betraut war, verdeutlicht jedoch dessen politischen Stellenwert.

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Alles nur „typisch Trump“?

Man könnte all dies als weitere Facette einer ohnehin bizarr anmutenden US-Realität abtun: einer politischen Realität, in der Seen und ganze atlantische Meeresbuchten umbenannt und Friedensnobelpreise eingefordert werden, in der das Oval Office in Gold erstrahlt, während die Freiheit von Forschung und Wissenschaft unter Druck gerät. In einer solchen Realität scheinen UFOs und abgestürzte Aliens prima ins Bild zu passen – mutmaßlich, so eine in sozialen Netzwerken gerne verbreitete Deutung von Trumps UFO-Veröffentlichungen, um von anderen Krisen und Affären, allen voran den Epstein-Akten, abzulenken.

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Doch diese vereinfachte Lesart greift ebenso zu kurz, wie der Trump-Administration lediglich Verrücktheiten zu unterstellen. Immerhin sind laut einer jüngsten Gallup-Umfrage 17 Prozent der US-Amerikaner davon überzeugt, selbst schon einmal etwas gesehen zu haben, das sie für ein UFO hielten. Diese Werte liegen nur wenige Prozentpunkte über den Ergebnissen früherer Umfragen von 2019, 1996 und 1973 und sind damit keineswegs allein auf einen Einfluss der Trump-Ära zurückzuführen (…GreWi berichtete).

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UFOs im politischen Amerika: Mehr als nur MAGA

Tatsächlich reicht die politische UFO-Disclosure-Bewegung weit über die aktuelle Administration zurück und nahm ihren Anfang sogar mit einem Demokraten: 1969 beobachtete der spätere 39. US-Präsident Jimmy Carter selbst eine ungewöhnliche Himmelserscheinung, die er 1973 offiziell als „UFO“ meldete. Im Wahlkampf 1976 versprach er, möglichst sämtliche verfügbaren UFO-Informationen zugänglich zu machen. Nach seinem Amtsantritt schränkte er dieses Versprechen mit Verweis auf Sicherheitsinteressen und militärische Geheimnisse allerdings deutlich ein (…GreWi berichtete). Auch Bill und Hillary Clinton bemühten sich, inspiriert durch den Mäzen Laurance Rockefeller, um Einblick in amerikanische UFO‑Geheimakten. Barack Obama erklärte angesichts der Berichte erfahrener US-Kampfpiloten über UFO-Begegnungen, diese Ereignisse seien real, ließ zugleich aber wiederholt durchblicken, öffentlich dazu „nicht alles sagen“ zu können (…GreWi berichtete).

Selbst die heutige, stark von republikanischen Protagonisten geprägte Dynamik parlamentarischer UFO-Anhörungen geht ebenfalls wesentlich auf demokratische Politiker zurück, darunter die Senatoren Harry Reid, Kirsten Gillibrand und Chuck Schumer. Letzterer, der sich derzeit erneut um die Position des demokratischen Mehrheitsführers im US-Senat bewirbt, setzt sich schon seit Jahren maßgeblich für einen „UAP Disclosure Act“ (UAPDA) ein – ein Gesetzentwurf, der die transparente Veröffentlichung der US-UFO-Akten durch ein unabhängiges Gremium ermöglichen soll (…GreWi berichtete). Parallel dazu haben sich zudem an renommierten US-Universitäten UAP-Forschungsprojekte wie das „Galileo Project“ an der Harvard University und „UAPx“ an der University at Albany etabliert.

Und in Deutschland?

Vor diesem Hintergrund erscheint die jahrzehntelange offizielle Verneinung eines politischen, wissenschaftlichen oder sicherheitspolitischen Interesses deutscher Regierungen am UFO-Phänomen umso bemerkenswerter. Noch jüngst bekräftigte die Bundesregierung ihre jahrzehntelange Haltung, wonach UFOs in Deutschland weder systematisch detektiert noch in vergleichbarer Weise wie etwa in den USA oder Frankreich (wo mit der GEIPAN eine staatliche UFO-Meldestelle UFO-Sichtungen untersucht) staatlich dokumentiert und untersucht werden (…GreWi berichtete).

Dabei werden natürlich auch in Deutschland UFOs gesehen und gemeldet. Hierzulande verweist etwa die „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ (GEP) auf mehr als 6.770 Fallmeldungen seit 1954. Zudem gibt es auch zahlreiche deutsche UFO-Akten, die von Ministerien, der Bundeswehr und auch Geheimdiensten wie dem BND angelegt und veröffentlicht wurden. Und auch an deutschen Universitäten wird das Phänomen wissenschaftlich untersucht, federführend am „Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik“ (IFEX) der Universität Würzburg.

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Übertragen auf die Bundesrepublik entspricht Millers neue Position in etwa der des Chefs des Bundeskanzleramtes. Die Vorstellung, dass die derzeitige Amtsinhaberin Nina Warken (CDU) zugleich für den Umgang deutscher Behörden, Ministerien, Streitkräfte und Geheimdienste mit UFOs und UAPs zuständig sein könnte, erscheint zunächst – milde formuliert – kurios.

Doch ganz gleich, ob man diese Vorstellung belächelt oder für kaum vorstellbar hält: In den USA ist genau dieses Szenario Realität und an höchster politischer Stelle angesiedelt. Dass sich Deutschland hingegen offiziell gar nicht für UFOs interessiert, sollte zumindest Anlass dafür geben, diese Haltung und Position zur UFO-Frage hierzulande ebenso kritisch wie ergebnisoffen zu hinterfragen.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
US-Außenminister Rubio: „UFOs sind keine Verschwörungstheorie und sollten untersucht werden“ 12. August 2026
Trump-Anweisung zur Befreiung von UFO-Whistleblowern von Geheimhaltungsvereinbarungen 1. August 2026

© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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