US-Super-Geheimdienst NSA gibt ehemals strengst geheime UFO-Akten frei
Washington (USA) – Ein jahrzehntelanges juristisches Ringen um die Freigabe streng geheimer UFO-Akten des US-Geheimdienstes NSA endet in der Veröffentlichung hunderter Akten zu unidentifizierten Flugobjekten und anomalen Phänomenen im Luftraum (UFOs/UAPs).

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Wie die US-amerikanischen „Disclosure Foundation“ (DF) berichtet, handelt es sich um hunderte Seiten historischer UFO-Akten der „National Security Agency“ (NSA). Zahlreiche dieser Dokumente zuvor mit der höchsten US-Geheimhaltungsstufe „TOP SECRET UMBRA“ klassifiziert – einer Kennzeichnung für besonders sensible Signalaufklärung (SIGINT).
Jahrzentelanges Ringen um Aktenfreigabe
Die National Security Agency (NSA) ist der größte Auslandsgeheimdienst der USA und auf weltweite sog. „Signals Intelligence“ (SIGINT), also das Abfangen und die Auswertung elektronischer Kommunikation sowie Kryptologie, spezialisiert.
Wie die Disclosure Foundation erläutert, war der Ausgangspunkt des jetzt erreichten juristischen Erfolges unter Berufung auf das US-Informationsfreiheitsgesetz (Freedom of Information Act, FOIA) ein bereits 1980 gegen die NSA geführtes Verfahren, in dem die Behörde UFO-bezogene Dokumente bis in jüngste Zeit zurückhielt. Damals hatte NSA-Politikchef Eugene Yeates geheime Stellungnahmen, sogenannte „in camera affidavits“ bei Gericht eingereicht. Zwar wurde dieses sogenannte „Yeates Memo“ bereits 2009 veröffentlicht, die zugrunde liegenden Datensammlungen blieben jedoch weiterhin geheim.
Nachdem die Disclosure Foundation auch die Veröffentlichung dieser Unterlagen beantragt hatte, verweigerte die NSA auch dies zunächst umfänglich. Nach einem längeren Berufungsverfahren musste die Behörde nun jedoch einräumen, dass die bisherige pauschale Ablehnung unzulässig war. In der Folge wurden nun hunderte Seiten der beantragten freigegeben – viele davon jahrzehntelang mit der höchsten Geheimhaltungsstufe „TOP SECRET UMBRA“ klassifiziert.
Warum die Freigabe bedeutsam ist
Die veröffentlichten Dokumente enthalten laut DF zwar noch immer zahlreiche Schwärzungen und teilweise nur fragmentarische Informationen, doch genau das mache die Freigabe auch bedeutsam. „Schließlich handelt es sich hier nicht um eine Sammlung von Zeitungsartikeln oder zivile Sichtungsmeldungen, sondern um echte Geheimdienstberichte innerhalb der SIGINT-Kanäle der NSA“, erläutert der DF-Justiziar Hunt Willis. Dass UAP-bezogene Beobachtungen in den NSA-Kanälen auftauchten, belege, dass entsprechende Vorgänge innerhalb der US-Geheimdienstarchitektur als sicherheitsrelevant behandelt wurden und vermutlich auch heute noch werden.
Besonders hervorgehoben wird die Kennzeichnung „TOP SECRET UMBRA“. Während „Top Secret“ Informationen beschreibt, deren Veröffentlichung „außergewöhnlich schweren Schaden“ für die nationale Sicherheit verursachen könnte, verweist „UMBRA“ auf besonders geschützte Geheimdienstprogramme und Quellen.
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Die DF betont deshalb: „Entscheidend ist also nicht, dass jede einzelne Akte spektakuläre Enthüllungen enthält (dem ist nicht so). Entscheidend ist vielmehr, dass UAP-bezogene Meldungen über Jahrzehnte hinweg als hochsensible Geheimdienstinformationen behandelt wurden.“
Radarziele, leuchtende Objekte und Abfangversuche
Eine erste Auswertung der Akten durch die DF zeigt, dass die sichtbar gebliebenen Passagen der Dokumente unter anderem Hinweise auf Radarverfolgungen unbekannter Flugobjekte, visuelle Sichtungen, Höhen- und Kursangaben sowie militärische Reaktionen beinhalten. Zahlreiche Fälle wurden als „wahrscheinlich Ballons“ eingeordnet – andere Beschreibungen wirken deutlich ungewöhnlicher.
So schildert ein Bericht zwei geräuschlose Objekte mit gelben Lichtern, die in niedriger Höhe plötzlich ihre Flugrichtung änderten. Ein anderer Eintrag beschreibt ein Objekt mit „weiß-bläulichem Licht“, das sich vertikal auf und ab bewegte und laut Zeugen „unmöglich ein Flugzeug“ gewesen sei.
Weitere Dokumente sprechen von einem „kugelförmigen oder scheibenartigen Objekt“, heller als die Sonne und etwa halb so groß wie der sichtbare Monddurchmesser. Ein anderer Bericht beschreibt einen „langgestreckten Feuerball“, der sich in drei einzelne Feuerbälle aufspaltete. Ebenfalls erwähnt wird ein Objekt mit einer „22 Meter langen spiralartigen Lichtstrahlung“, das lautlos an Höhe gewann.
Besonders auffällig seien weiterhin mehrere nunmehr aktenkundliche militärische Alarmstarts. In einem Fall seien 13 MiG-Kampfjets gestartet worden, um ein einzelnes unbekanntes Objekt abzufangen. Andere Berichte nennen Formationen von 23 beziehungsweise 72 unbekannten Objekten in Höhen von über 70.000 Fuß.
Kritik an anhaltenden Schwärzungen
Trotz der Freigabe bleiben viele Passagen weiterhin geschwärzt. Erneuet berufe sich die NSA dabei unter anderem auf Sicherheitsausnahmen gemäß der bereits genannten „Executive Order 13526“ sowie auf Gesetze zum Schutz von Geheimdienstquellen und Methoden.
Die Disclosure Foundation kritisiert insbesondere, dass selbst Unterlagen aus den 1960er- und 1970er-Jahren noch immer massiv zensiert sind. „Auffällig ist dabei ein Muster: Fälle mit konventionellen Erklärungen blieben vergleichsweise lesbar, während gerade Berichte über ungewöhnliche Flugmanöver, extreme Höhen oder militärische Reaktionen weiterhin stark geschwärzt sind.“ Die DF kündigt deshalb weitere rechtliche Schritte an. Zusätzlich wurden neue Anträge auf verpflichtende Deklassifizierung eingereicht, um auch UAP-Briefings freizugeben, die US-Behörden dem Kongress vorlegen mussten.
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„Zwar liefern die nun veröffentlichten Akten noch keine endgültigen Antworten und auch keinen Beweis für nichtmenschliche Technologien“, so die Disclsoure Foundation abschließend. „Doch sie belegen zumindest eindrucksvoll, dass die NSA über Jahrzehnte hinweg UAP-bezogene Vorgänge innerhalb streng geheimer Geheimdienstprogramme sammelte, analysierte und klassifizierte und diese Geheimhaltung selbst in einigen der nun veröffentlichten Akten weiterhin versucht aufrechtzuhalten.“
– Die aktuell von der NSA freigegebenen UFO-Akten finden Sie HIER
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Recherchequelle: The Disclosure Foundation
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