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Kein Mond-Einschlag: Asteroid 2024 YR4 wird 2023 den Mond verfehlen

Paris (Frankreich) – Ein rund 60 Meter großer erdnaher Asteroid sorgte im vergangenen Jahr weltweit für Aufmerksamkeit. Das Objekt mit der Bezeichnung „2024 YR4“ galt zeitweise als der potenziell gefährlichste Asteroid, der in den letzten zwei Jahrzehnten entdeckt worden war. Nachdem zuvor ein Einschlag auf der ausgeschlossen werden konnte, blieb zunächst eine Restwahrscheinlichkeit von etwa vier Prozent, dass der Himmelskörper am 22. Dezember 2032 auf dem Mond einschlagen könnte.

Der Asteroid „2024 YR4“ am 18. und 26. Februar 2026 im Visier des James-Webb-WeltraumteleskopCopyright: NASA, ESA, CSA, STScI, M. Micheli (ESA NEOCC)
Der Asteroid „2024 YR4“ am 18. und 26. Februar 2026 im Visier des James-Webb-Weltraumteleskops.
Copyright: NASA, ESA, CSA, STScI, M. Micheli (ESA NEOCC)

Wie die Europäische Weltraumagentur ESA nun berichtet, konnte auch diese Restmöglichkeit nun ausgeschlossen werden: Neue Beobachtungen mit dem James Webb Space Telescope (JWST) zeigen, dass der Asteroid den Mond nicht treffen wird. Stattdessen wird er den Erdtrabanten in sicherem Abstand von mehr als 20.000 Kilometern passieren.

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Schwierige Suche nach einem fast unsichtbaren Objekt

Nachdem sich „2024 YR4“ im Frühjahr des vergangenen Jahres rasch von der Erde entfernt hatte, war er für Beobachtungen praktisch nicht mehr zugänglich. Viele Astronomen gingen davon aus, dass das Objekt erst wieder im Jahr 2028 sichtbar werden würde.

Ein internationales Forscherteam identifizierte jedoch zwei kurze Beobachtungsfenster im Februar 2026, in denen der Asteroid möglicherweise erneut aufgespürt werden könnte. Die Suche stellte eine enorme technische Herausforderung dar: Das Teleskop musste ein extrem schwaches Objekt in Millionen Kilometern Entfernung vor einem nahezu sternenleeren Hintergrund aufspüren.

Hinzu kommt, dass das das Weltraumteleskop eigentlich für ganz andere Aufgaben konzipiert wurde: Seine Instrumente sind darauf ausgelegt, ferne Galaxien und kosmische Strukturen in Milliarden Lichtjahren Entfernung zu untersuchen. Das Sichtfeld des Teleskops ist entsprechend klein – einen derart lichtschwachen Asteroiden darin zu lokalisieren, erforderte höchste Präzision. Entscheidend war dabei die Kombination der Beobachtungen mit äußerst präzisen Sternpositionen aus der Mission Gaia. Diese Daten ermöglichten es, den Asteroiden im Hintergrundfeld eindeutig zu identifizieren und seine Position exakt zu bestimmen.

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Internationale Zusammenarbeit bringt Klarheit

Die Planung und Auswertung der Beobachtungen erfolgte in enger Zusammenarbeit mehrerer Institutionen. Beteiligt waren unter anderem das Near-Earth Object Coordination Centre der European Space Agency, das Center for Near-Earth Object Studies der NASA sowie das wissenschaftliche Team der Webb-Mission.

Der Aufwand zahlte sich aus: Durch den Vergleich der gemessenen Position des Asteroiden mit den Hintergrundsternen konnte seine Umlaufbahn so präzise bestimmt werden, dass ein Einschlag auf dem Mond im Jahr 2032 endgültig ausgeschlossen werden konnte.

Zugleich zeigt der Fall, wie weit die heutige planetare Verteidigung bereits entwickelt ist: Hochpräzise Astrometrie, internationale Kooperation und modernste Weltraumteleskope ermöglichen es inzwischen, selbst extrem kleine und entfernte Objekte zuverlässig zu verfolgen und ihre zukünftigen Bahnen vorherzusagen.

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Recherchequelle: ESA

© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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