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Besuch am IFEX: Staatssekretärin für Forschung, Technologie u. Raumfahrt erkennt Forschungsbedarf zu UAP an

Würzburg (Deutschland) – Am „Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik“ (IFEX) an der Universität Würzburg werden neben Raumfahrttechnologien ganz offiziell auch unidentifizierte Flugobjekte und anomale Phänomene, kurz UFOs bzw. UAPs erforscht. Bei einem aktuellen Besuch des IFEX teilte die parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dr. Silke Launert, den UAP-Forschungsansatz des IFEX und erklärte, es brauche bessere Daten, mehr Vernetzung und gezielte Forschungsförderung.

Die parlamentarische Staatssekretärin Dr. Silke Launert zu Besuch im Missionskontrollzentrum des Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) an der Universität Würzburg.Copyright/Quelle: L. Launert via LinkedIn
Die parlamentarische Staatssekretärin Dr. Silke Launert zu Besuch im Missionskontrollzentrum des Interdisziplinären Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) an der Universität Würzburg.
Copyright/Quelle: L. Launert via LinkedIn

Wie Dr. Launert in einem Beitrag via LinkedIn selbst berichtete, besuchte sie Anfang April 2026 das Missionskontrollzentrum des IFEX an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

„Ein spannender Einblick in die Zukunft von Raumfahrt, Datenanalyse und interdisziplinärer Forschung: Gemeinsam mit Prof. Hakan Kayal und seinem Team konnte ich mich vor Ort über aktuelle Projekte und Perspektiven austauschen.“

Besonders beeindruckt war die Staatssekretärin demnach vom Missionskontrollzentrum für den Kleinsatelliten SONATE-2: Hier werde Raumfahrt „made in Germany“ konkret erlebbar. „Studierende steuern von Würzburg aus einen Satelliten in rund 415 km Höhe – ein starkes Beispiel für praxisnahe Ausbildung und technologische Kompetenz“, so Launert. Auch das hiesige Projekt „NEAlight“ zeige, „welches Potenzial in Kleinsatelliten steckt – nicht nur in der Erdumlaufbahn, sondern perspektivisch auch für Missionen zum Mond, zu Asteroiden oder sogar zum Mars. Europa bietet hier mit neuen Programmen wie ESA mini-F wichtige Chancen, innovative Ideen umzusetzen.“

Zur (nicht nur) in Deutschland einzigartigen akademischen UAP-Forschung schrieb Silke Launert:

„Im Fokus stand dabei auch die Forschung zu sogenannten UAP (Unidentified Aerial Phenomena) – also bislang nicht eindeutig erklärbaren Himmelsphänomenen. Ziel ist es, diese Phänomene wissenschaftlich fundiert zu untersuchen, bestehende Sensordaten besser zu nutzen und neue Analyseansätze zu entwickeln. Klar ist: Fehlende Erklärungen bedeuten nicht automatisch unbekannte Ursachen – vielmehr braucht es bessere Daten, mehr Vernetzung und gezielte Forschungsförderung.“

Hintergrund
Gegründet im September 2016 widmet sich das Interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik (IFEX) unter IFEX-Gründer und Vorsitzendem Prof. Dr.-Ing. Hakan Kayal als institutsübergreifende wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät für Mathematik und Informatik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) der Erforschung des Weltraums, von Objekten in unserem Sonnensystem, Sternen, Galaxien und dem Universum als Ganzes; der Suche nach Anzeichen für Leben; der Suche nach außerirdischen Intelligenzen (SETI); der Erforschung von Unidentified Anomalous Phenomena (UAP); der Förderung und Koordination fachgebietsbezogener und insbesondere interdisziplinärer Kooperationen und der Öffentlichkeitsarbeit zur Extraterrestrik. Seit dem 25. Januar 2022 gehört auch die Erforschung unbekannter Phänomene im Luftraum zu den offiziellen Zielen des IFEX und wurde vom JMU-Senat auch ganz offiziell in den Forschungskanon der Universität aufgenommen (…GreWi berichtete).

Gerade bei der Erforschung von UAPs setzt das IFEX neben den universitätsinternen Mitgliedern, dem wissenschaftlichen Beirat, Studenten und Mitarbeitern auch auf ein mittlerweile weitgefächertes Netzwerk an „assoziierten Mitgliedern“ anderer internationaler Universitäten, Forschungseinrichtungen aber auch langjährigen zivilen UFO-Forschern und Fachjournalisten.

Seit Jui 2025 stellt das IFEX auch ein UAP-Meldeformular ur Verfügung, über das Pilotinnen, Piloten und Crewmitglieder ihre UFO/UAP-Sichtungen melden und damit zur wissenschaftlichen erforschung der Vorfälle beitragen können. Dabei wir das IFEX auch vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) unterstützt, dass mit den Forschern Kooperiert un Piloten zur Meldung ihrer sichtungen auch über die LBA-Webseite ermutigt (…GreWi berichtete).

Universitäts-Vize-Präsident Prof. Dr. Matthias Bode (l.), Staatssekretärin Dr. Silke Launert, Prof. Dr. Hakan Kayal und M.Sc. Clemens Riegler (r.).Copyright/Quelle: L. Launert via LinkedIn
Universitäts-Vize-Präsident Prof. Dr. Matthias Bode (l.), Staatssekretärin Dr. Silke Launert, Prof. Dr. Hakan Kayal und M.Sc. Clemens Riegler (r.).
Copyright/Quelle: L. Launert via LinkedIn

Abschließend erklärte die Staatssekretärin:

„Mein Fazit: Forschung wie in Würzburg verbindet Neugier, technologischen Fortschritt und strategische Perspektiven für Deutschland und Europa im All. Genau solche Projekte brauchen wir, um unsere Innovationskraft langfristig zu sichern.“

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Recherchequelle: L. Launert via LinkedIn

© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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