ETH Zürich und SETI-Institute suchen gemeinsam nach dem Ursprung des Lebens
Zürich (Schweiz) – In Rahmen einer neuen Kooperation suchen das SETI-Institute aus Kalifornien und die ETH Zürich zukünftig gemeinsam Antworten auf die großen Fragen nach dem Ursprung des Lebens.

Copyright: ESO/M.-R. Cioni/VISTA Magellanic Cloud survey. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit
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Zentrum der Zusammenarbeit soll die neu ausgeschriebene Assistenzprofessur zu „Earth and Planetary Evolution“ am Departement Erd- und Planetenwissenschaften der ETH Zürich sein, die hier am Centre for Origin and Prevalence of Life (COPL) eine zentrale Rolle einnehmen soll.
Die großen Fragen des Lebens
„Sowohl das SETI-Institute als auch das COPL erforschen, wie Leben entsteht und wie verbreitet es im Universum sein könnte“, erläutert die Presseinfo der beiden Institutionen. „Mit der soeben ausgeschriebenen neuen ETH-Professur soll diese Forschung gestärkt und die Zusammenarbeit zwischen sich ergänzenden wissenschaftlichen Disziplinen vertieft werden. Dadurch sollen neue Erkenntnisse über die Entstehung und Entwicklung von Leben gewonnen werden.“
Zu den zukünftigen Forschungsthemen sollen etwa die Erforschung von Biosignaturen gehören, also messbaren Hinweisen für biologische Aktivität auf einem Planeten. Ebenso die Frage nach lebensfreundlichen Bedingungen und Umgebungen, die einen Planeten grundsätzlich lebensfreundlich machen und nach der gemeinsamen Entwicklung von Leben und Umwelt, sowohl auf der Erde als auch auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.
Im Rahmen der neuen Zusammenarbeit übernimmt das SETI-Institute, dessen Hauptziel ursprünglich die Suche nach außerirdischer Intelligenz war (SETI = Search for Extraterrestrial Intelligence) die Erstfinanzierung der Professur in Höhe von insgesamt 8,5 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von zehn Jahren. „Mit diesem Geld werden die Aufbauphase der ETH-Professur sowie die damit verbundenen Forschungsaktivitäten unterstützt, darunter die Besetzung einer wissenschaftlichen Stelle und von Postdoktorandenstellen.“
Kooperation bei der Suche nach außerirdischem Leben
Laut ETH-Präsident Joël Mesot eröffne die Zusammenarbeit mit dem mittlerweile renommierten SETI-Institute als „einem Partner, der unsere fachlichen Stärken ergänzt und neue Verbindungen über Disziplinen und Kontinente hinweg ermöglicht“, neue Möglichkeiten. Auch Didier Queloz, Leiter des Zentrums Physik-Nobelpreisträger sieht in der neuen Partnerschaft „eine spannende Gelegenheit, eine starke und dauerhafte Brücke zwischen unseren Einrichtungen zu schlagen. Wir können dabei komplementäres Fachwissen bündeln im gemeinsamen Bestreben, eine der grundlegendsten Fragen der Wissenschaft zu ergründen: Was ist der Ursprung des Lebens im Universum und wie hat es sich verbreitet?
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Für das SETI-Institut ist es die erste internationale Forschungspartnerschaft dieser Art. „Die Zusammenarbeit mit der ETH Zürich bedeutet für uns den Beginn eines neuen Kapitels – eines, in dem die Suche nach Leben außerhalb der Erde als weltweites Bestreben anerkannt wird“, erklärt Bill Diamond, Geschäftsführer des SETI-Instituts in der gemeinsamen Presseerklärung.
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Recherchequellen: ETH Zürich, SETI Institute
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