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25 Lichtjahre nahe „Super-Erde“ könnte lebensfreundlicher sein als bislang angenommen

Irvine (USA) – Astronomen haben einen der vielversprechendsten erdähnlichen Exoplaneten in unserer kosmischen Nachbarschaft erneut untersucht – mit überraschendem Ergebnis: Der Planet „GJ 3378b“ ist offenbar deutlich leichter als bisher angenommen und könnte daher eher ein felsiger Planet sein als eine von einer dichten Atmosphäre umhüllte Mini-Neptun-Welt. Damit steigen die Chancen, dass der nur 25 Lichtjahre entfernte Planet Bedingungen aufweist, die Leben ermöglichen könnten.

Künstlerische Darstellung der Oberfläche des Planeten "GJ 3378b" der den Roten Zwergstern "GJ 3378" im nördlichen Sternbild Giraffe umkreist (Illu.).Copyright/Quelle: Nikolai Berman/UC Irvine
Künstlerische Darstellung der Oberfläche des Planeten „GJ 3378b“ der den Roten Zwergstern „GJ 3378“ im nördlichen Sternbild Giraffe umkreist (Illu.).
Copyright/Quelle: Nikolai Berman/UC Irvine

Der Exoplanet „GJ 3378b“ umkreist den Roten Zwergstern „GJ 3378″ im nördlichen Sternbild Giraffe. Mit einer Entfernung von lediglich 25 Lichtjahren befindet sich das System sozusagen in unserer kosmischen Nachbarschaft.

Besonders interessant ist die Lage des Planeten: Er befindet sich in der sogenannten habitablen Zone seines Sterns – jenem Bereich, in dem die Temperaturen grundsätzlich die Existenz von flüssigem Wasser auf der Oberfläche erlauben könnten. Da Wasser als zentrale Voraussetzung für das Leben auf der Erde gilt, richten Astronomen ihre Suche nach außerirdischem Leben bevorzugt auf solche Welten.

„Folge dem Wasser“ sei das grundlegende Prinzip bei der Suche nach bewohnbaren Planeten, erläutert auch Studienleiter Paul Robertson von der University of California in Irvine. Wasser sei die einzige Voraussetzung, die alle bekannten Lebensformen auf der Erde gemeinsam hätten. Die Ergebnisse einer Neubewertung der Beobachtungsdaten zu diesem Planeten wurden aktuell im „The Astrophysical Journal“ (DOI: 10.3847/1538-4357/ae732b) veröffentlicht.

Rote Zwergsterne gelten dabei als besonders interessante Ziele. Sie sind die häufigsten Sterne der Milchstraße und machen etwa 70 Prozent aller Sterne unserer Galaxie aus. Obwohl sie deutlich kleiner und kühler als die Sonne sind, könnten sie eine große Zahl potenziell lebensfreundlicher Planeten beherbergen.

Deutlich leichter – und damit möglicherweise felsig

Entdeckt wurde „GJ 3378b“ bereits im Jahr 2024. Damals gingen die Forscher davon aus, dass der Planet etwa fünfmal so massereich wie die Erde ist. Die neuen Messungen zeichnen jedoch ein anderes Bild.

Mithilfe des Instruments „Habitable-zone Planet Finder“ am Hobby-Eberly Telescope konnten die Wissenschaftler die Eigenschaften des Planeten deutlich präziser bestimmen. Das Instrument registriert winzige Taumelbewegungen des Sterns, die durch die Gravitationswirkung des umlaufenden Planeten verursacht werden.

Die neuen Daten zeigen, dass „GJ 3378b“ lediglich etwa das 2,3-Fache der Erdmasse besitzt – weniger als die Hälfte des ursprünglich angenommenen Wertes.

Diese Korrektur ist von entscheidender Bedeutung. Je massereicher ein Planet ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er eine sehr dichte Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium festhält, die lebensfreundliche Oberflächenbedingungen praktisch ausschließt. Die geringere Masse von GJ 3378b erhöht hingegen die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine felsige „Super-Erde“ handelt.

Auch die Umlaufbahn des Planeten wurde neu bestimmt. Statt wie bislang angenommen 25 Tage benötigt „GJ 3378b lediglich“ 21 Tage für einen Umlauf um seinen Stern. Aufgrund der geringen Leuchtkraft des Roten Zwergs liegt der Planet trotz seiner engen Bahn weiterhin innerhalb der habitablen Zone.

Hoffnungsträger mit Fragezeichen

Ob „GJ 3378b“ tatsächlich lebensfreundlich ist, bleibt jedoch offen. Die enge Umlaufbahn könnte den Planeten einer intensiven Strahlung seines Muttersterns aussetzen. Diese könnte im Laufe der Zeit eine vorhandene Atmosphäre teilweise oder sogar vollständig abgetragen haben.

Die Forscher betonen daher, dass weitere Beobachtungen notwendig sind, um die tatsächlichen Bedingungen auf der Oberfläche des Planeten zu bestimmen.

Gleichzeitig gilt GJ 3378b bereits jetzt als aussichtsreiches Ziel für die nächste Generation großer Teleskope. Künftige Observatorien wie das „Giant Magellan Telescope“, das“ Extremely Large Telescope“ und das geplante „Habitable Worlds Observatory“ sollen in den kommenden Jahren in der Lage sein, die Atmosphären solcher Welten direkt zu untersuchen.

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© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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