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Boeing 737 begegnet UFO über Flughafen Houston – Radar bestätigt und warnt

Washington (USA) – Die zivile US-Pilotenorganisation „Americans for Safe Aerospace“ (ASA) widmet sich hauptsächlich der Untersuchung von an die ASA gemeldeten UFO/UAP-Sichtungen durch zivile wie militärische US-Piloten. Ein aktueller Meldeeingang einer Sichtung von 2021 ist ein weiteres eindrucksvolles Beispiel für Nahebegegnungen von Piloten mit unidentifizierten Flugobjekten.

Visuelle Umsetzung der Sichtungsmeldung eines Piloten über dem Lokalflughafen Washington Hobby am 8. Mai 2021 (Illu.)Copyright: grewi.de (erstellt mit KI)
Visuelle Umsetzung der Sichtungsmeldung eines Piloten über dem Lokalflughafen Washington Hobby am 8. Mai 2021 (Illu.)
Copyright: grewi.de (erstellt mit KI)

Wie die ASA auf ihrer Webseite berichtet, ereignete sich der Vorfall bereits am 8. Mai 2021 gegen 19:35 Uhr (CDT). Zu dieser Zeit startete eine Boeing 737 vom regionalen William P. Hobby Airport und befand sich im Steigflug durch 14.000 Fuß (4.267 Meter) mit etwa 4.000 Fuß (≈ 1.219 m) pro Minute. Die Maschine war für die Flugfläche 230 freigegeben und befand sich auf einem nord-nordwestlichen Kurs.

Gänzlich unverhofft erteilte die Flugsicherung Houston Departure die Anweisung, auf 15.000 Fuß (4.572 m) zu nivellieren, und informierte die Besatzung über Verkehr, der sich auf 12 Uhr, zwei Meilen nähere. Der Lotse wies darauf hin, dass das Ziel keinen Funkkontakt habe und „den ganzen Tag über immer wieder auftauche“.

Beide Piloten sichteten daraufhin ein großes, länglich-sphärisches Objekt auf gleicher Höhe. Es wies keine Flügel, Fenster oder Beleuchtung auf. Es wirkte metallisch und erinnerte an eine Kugel aus flüssigem Quecksilber, mit einer fast durchscheinenden, sich verändernden Oberfläche, die zu pulsieren und zu vibrieren schien.

Laut ASA-Bericht schätzte der Erste Offizier die Größe auf etwa die einer 737 (Anm. Hier scheint es zu einem Meldefehler gekommen zu sein, da eine B737 größer ist) oder eines Luftschiffs, ungefähr 40 Fuß (ca. 12 m) Länge. Zunächst schien das Objekt stillzustehen. Als der Erste Offizier nach rechts auswich, um eine mögliche Kollision zu vermeiden, beschleunigte das Objekt augenblicklich entlang der linken Tragfläche und entfernte sich mit extremer Geschwindigkeit. Ein TCAS-Alarm (also die Warnung eines bordeigenen Kollisionswarnsystems im Flugzeug) wurde nicht ausgelöst. Die gesamte Begegnung dauerte weniger als zehn Sekunden, wobei das Objekt in einer geschätzten Entfernung von gerade einmal 150 Metern oder weniger vorbeiflog. Beide Piloten waren von dem Vorfall deutlich irritiert und verarbeiteten das Erlebnis anschließend bis zur jetzigen Meldung eher für sich.

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Zu den Hintergründen des Vorfalls, der meldenden Piloten und der Analyse erläutert die ASA:

„Der Hintergrund des Ersten Offiziers als ehemaliger F-18-Pilot der Marine verleiht seiner Beobachtung und Einschätzung der Flugeigenschaften besonderes Gewicht. Die Aussage der Flugsicherung, dass das Objekt ‚den ganzen Tag über aufgetaucht‘ sei, deutet darauf hin, dass es an diesem Tag wiederholt zu nicht identifizierten Aktivitäten im Abflugkorridor von Houston kam. Der Zeuge geht davon aus, dass entsprechende ATC-Aufzeichnungen existieren. Das beobachtete Verhalten des Objekts – stationäres Schweben gefolgt von sofortiger Beschleunigung auf extreme Geschwindigkeit ohne erkennbare Antriebssignaturen – entspricht Mustern, die auch in anderen als zuverlässig eingestuften UAP-Berichten dokumentiert wurden.“

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Deutsche Meldestelle für UFO-Sichtungen durch Piloten und Crewmitglieder

Lange Zeit hielten sich Piloten, Pilotinnen und Flugzeugbesatzungen mit Berichten über ihre Sichtungen unidentifizierter Flugobjekte lieber zurück, als diese zu melden. Um dieses Stigma zu reduzieren und so zur wissenschaftlichen Erforschung von UFOs und UAP beizutragen, bittet das Luftfahrt-Bundesamt neuerdings Piloten und Crews, UFO-Sichtungen über eine eigene UFO-Meldestelle an Forscher der Universität Würzburg zu übermitteln.

Das „Interdisziplinären Forschungszentrum für Exratetrrestrik“ (IFEX) an der Universität Würzburg ist Deutschlands erstes und bislang einziges akademisches Forschungszentrum, an dem neben Raumfahrttechnik auch die Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) verfolgt und unidentifizierte Flugobjekte und anomale Phänomene (UFOs/UAP) wissenschaftlich erforscht werden. Unter der Leitung von Professor Hakan Kayal sind hier zivile UFO-Forscher, Fachjournalisten und Wissenschaftler internationaler Universitäten im IFEX-Netzwerk versammelt, um UFOs, die heute vermehrt als UAP bezeichnet werden, wissenschaftlich und ergebnisoffen zu erforschen.

Als „Ereignismeldungen“ bezeichnet das LBA “sicherheitsbezogene Vorkommnisse, durch die ein Luftfahrzeug, seine Insassen oder Dritte im Falle des Ausbleibens von Abhilfemaßnahmen oder bei Nichtbeachtung, gefährdet werden könnte”. Dabei wird zwischen meldepflichtigen Ereignissen und solchen, die freiwillig gemeldet werden können, unterschieden.

Auf seiner Webseite zu diesen Ereignismeldungen (s. Allgemeines) hat das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) die bereits im Juli verkündete Kooperation mit dem IFEX bei UFO/UAP-Sichtungen durch Piloten nun sozusagen amtlich gemacht und erläutert dazu unter der Überschrift „Meldung ungewöhnlicher Phänomene an das IFEX“:

„Es gibt viele Berichte von Piloten oder Pilotinnen, die während des Flugs unbekannte Flugobjekte oder merkwürdige Leucht- oder Wetterphänomene in der Atmosphäre gesichtet haben. Für derartige Erscheinungen verwendet die Wissenschaft den Oberbegriff Unidentifizierte Anomale Phänomene (UAP) – eine Definition, die weiter greift als der früher übliche Ausdruck UFO (Unbekanntes Flugobjekt).

Das Interdisziplinäre Forschungszentrum für Extraterrestrik an der Universität Würzburg (IFEX) widmet sich unter anderem der wissenschaftlichen Erforschung von UAP. Um auf diesem Gebiet neues Wissen zu gewinnen, hat das Forschungszentrum eine Internetseite eingerichtet, auf der Pilotinnen und Piloten ungewöhnliche Beobachtungen melden können.

Derartige Erscheinungen gelten nicht als „Ereignis“ im engeren Sinne. Für die Meldung soll deshalb auch nicht das Aviation Reporting Portal genutzt werden, sondern das hierfür vorgesehene UAP-Meldeformular des IFEX. Ergeben sich flugsicherheitsrelevante Erkenntnisse, stehen das IFEX und das LBA im Austausch.“

Mit dem Meldeformular wendet sich das IFEX direkt an Pilotinnen und Piloten:
„Als Pilot sind Sie beruflich darin geschult, den Himmel aufmerksam zu beobachten. Ihre Erfahrung, Fachkenntnis und präzise Wahrnehmung machen Ihre Beobachtungen besonders wertvoll für die Forschung. Durch Ihre Meldung tragen Sie dazu bei, das Phänomen besser zu verstehen und bestehende Datenlücken zu schließen. Wir sind uns bewusst, dass UAP-Sichtungen in der Vergangenheit oft mit Stigmatisierung behaftet waren. Unser Ziel ist es, eine professionelle und wissenschaftlich fundierte Plattform bereitzustellen, die Piloten ermutigt, ihre Beobachtungen ohne Vorbehalte zu teilen. Jede Meldung hilft, das Thema sachlich und datenbasiert zu erforschen und so zu einer objektiveren Betrachtung beizutragen.“

„Es gibt viele Berichte von Piloten oder Pilotinnen, die während des Flugs unbekannte Flugobjekte oder merkwürdige Leucht- oder Wetterphänomene in der Atmosphäre gesichtet haben“, erklärt Hakan Kayal, Professor für Raumfahrttechnik und Leiter des „Interdisziplinären Forschungszentrums für Extraterrestrik“ (IFEX) an der Universität Würzburg. „Für derartige Erscheinungen verwendet die Wissenschaft den Oberbegriff unidentifizierte anomale Phänomene (UAP) – eine Definition, die weiter greift als der früher übliche Ausdruck UFO (Unidentifiziertes Flugobjekt). UFOs bzw. UAP sind mittlerweile ein globales Forschungsfeld. Denn trotz zahlreicher glaubwürdiger Sichtungen ist noch vieles über die Natur und Herkunft der Phänomene unbekannt. Systematische Untersuchungen sind entscheidend, um verlässliche Daten zu sammeln, wissenschaftlich zu analysieren und fundierte Erkenntnisse daraus zu gewinnen.“

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Recherchequelle: ASA

© grewi.de

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Andreas Müller
Fachjournalist Anomalistik | Autor | Publizist

Andreas Müller ist ein deutscher Kornkreis- und UFO-Forscher, Journalist, Autor und Publizist mit dem Schwerpunkt Anomalistik. Mehr erfahren (Wikipedia)

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Bücher von GreWi-Hrsg. Andreas Müller

Andreas Müller

Fachjournalist Anomalistik • Sachbuchautor • Publizist

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