International UFO Bureau öffnet historisches UFO-Archiv
Oklahoma City (USA) – Das „International UFO Bureau“ (IUFOB) hat den ersten Teil seiner historischen Archive digital öffentlicht zugänglich gemacht. Die Sammlung umfasst originale UFO-Meldungen, Fotografien, Ermittlungsakten, Korrespondenzen, Tonaufnahmen und weitere Dokumente aus mehreren Jahrzehnten UFO-Forschung. Zu den prominentesten Dokumenten gehört ein von Jimmy Carter unterzeichneter UFO-Meldebogen aus dem Jahr 1973.

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Carter, damals Gouverneur des Bundesstaates Georgia und später der 39. Präsident der Vereinigten Staaten, hatte 1969 eine ungewöhnliche Beobachtung nahe Leary, Georgia, gemacht (…GreWi berichtete). Nachdem er 1973 öffentlich über das Erlebnis gesprochen hatte, kontaktierte ihn Hayden C. Hewes, der Gründer des International UFO Bureau, und bat ihn, einen offiziellen IUFOB-Meldebogen auszufüllen. Carter kam der Bitte nach und sandte im September 1973 einen unterzeichneten Bericht an das Bureau.
Das Dokument blieb anschließend über Jahrzehnte Bestandteil der von Hewes zusammengetragenen Sammlung. Nach Angaben des IUFOB handelt es sich damit um ein Primärdokument und nicht lediglich um eine spätere Wiedergabe oder einen Pressebericht.
Die nun zugänglich gemachte Sammlung enthält darüber hinaus Material zu zahlreichen weiteren Fällen und Perioden der UFO-Geschichte. Dazu gehören Dokumente zur UFO-Welle von 1965 im zentralen Teil der USA, zum Fall von Temple, Oklahoma, aus dem Jahr 1966, den Hewes selbst untersuchte und der später in Project BLUE BOOK aufgenommen wurde, sowie historische Unterlagen zum Vorfall von Aurora, Texas, aus dem Jahr 1897. Hinzu kommen Fotografien und Ermittlungsunterlagen zu einem UFO-Fall mit einem Pfadfinder in Oklahoma.
Mehr als nur ein Archiv gescannter Dokumente
Das IUFOB will seine Sammlung nicht lediglich als digitale Galerie historischer Dokumente verstanden wissen. Das Archiv wurde als durchsuchbare Forschungsressource konzipiert. In bereits aufbereiteten Dokumenten kann nach Namen, Orten, Daten, Fällen, Organisationen und weiteren Begriffen gesucht werden. Die jetzt veröffentlichte Sammlung stellt dabei erst den ersten Teil des Gesamtbestands dar. Weitere Dokumente sollen schrittweise digitalisiert, überprüft und veröffentlicht werden. Mit wachsendem Umfang könnten sich dadurch historische Verbindungen erkennen lassen, die bei der isolierten Betrachtung einzelner Papierakten schwer auffallen würden. So könnten beispielsweise Namen aus einer Korrespondenz in später veröffentlichten Ermittlungsakten erneut auftauchen oder Orte, Daten und Organisationen Verbindungen zwischen zeitlich weit auseinanderliegenden Vorgängen sichtbar machen.
Die von Hewes zusammengetragenen Unterlagen dokumentieren nach Angaben des IUFOB nicht nur einzelne Fälle, sondern auch, wie UFO-Beobachtungen über Jahrzehnte gemeldet, untersucht und diskutiert wurden. Die Sammlung enthält Zeugenaussagen, Fotografien, Ermittlungsnotizen und Korrespondenzen mit Regierungsvertretern, Militärangehörigen, Wissenschaftlern, Diplomaten und Astronauten.
Originalquellen statt spätere Erzählungen
IUFOB-Chefin Mindy Tautfest betont zugleich, dass die Bewahrung und Veröffentlichung der Dokumente keine Bestätigung der darin enthaltenen Behauptungen darstelle. Das Archiv dokumentiere vielmehr, was Zeugen berichteten, was Ermittler festhielten und wie Personen und Institutionen seinerzeit über ungeklärte Phänomene kommunizierten.
Hayden C. Hewes gründete das International UFO Bureau 1957 in Oklahoma City, damals noch als Teenager. Über Jahrzehnte baute er ein internationales Netzwerk auf und sammelte UFO-Berichte sowie Korrespondenzen. Nach seinem Tod im Jahr 2017 überließ seine Witwe Bonnie Hewes das Archiv dem IUFOB.
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Nun werde diese analoge Sammlung mit digitalen Methoden, strukturierten Daten und modernen Suchmöglichkeiten erschlossen, erläutret de Pressemitteilung. Das IUFOB versteht sein Archiv dabei als unabhängige historische Ergänzung zu staatlichen Sammlungen. Auch der National Archives and Records Administration liegen Unterlagen zu Carters UFO-Beobachtung sowie umfangreiche historische UFO- und UAP-Dokumente aus Präsidentenbibliotheken und „Project Blue Book“ vor.
Mit der jetzt erfolgten Veröffentlichung beginnt nach Darstellung des IUFOB daher nicht der Abschluss, sondern die eigentliche Öffnung der Sammlung. Weitere Bestände sollen folgen und das digitale Archiv zu einer wachsenden Forschungsressource für die historische Untersuchung des UFO- und UAP-Phänomens machen.
- Das IUFOB-Archiv finden Sie HIER
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Recherchequelle: IUFOB
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